(Achtung, der Bericht wurde am 24. Juni auf der Fähre nach Cairnryan/ Schottland begonnen. Fortsetzung folgt.)…,
…und wie der Zufall es so will, ich bin ab heute (27.07.) wieder unterwegs zu Freunden in DK/SWE/FIN, diesmal motorisiert (s. Ankündigung im letzten Bericht zur Tour 2025 vom 26.07.) und ich hörte in den gestrigen Nachrichten, dass der amerikanische Präsident Trump heute und morgen hauptsächlich zum Golfspielen auf seinem Golfplatz in Schottland fliegt. WELCH’ ÖKÖLOGISCH UNSINNIGER „PLATT“FUSSABDRUCK(!!!)
Weil der Golfplatz gar nicht gezeigt wurde, ich ihn aber schon um etwa viertel vor sechs früh am 20.07. passierte, bemerkte ich beim Sichten der Bilder, dass ich die Fortsetzung versehentlich noch nicht folgen ließ:
Start um 5.20 Uhr. Erholt und in steiler Abfahrt erreichte ich „rasen“d schnell Turnberry und eine schlossartige „Golfhotelanlage“ mit Meeresblick, auf deren sonst menschenleeren Golfplatz schon am sehr frühen Morgen mehrere Mitarbeiter auf motorbetriebenen heulenden Fahrzeugen mit peniblen „Rasenblick“ die TRUMP TURNBERRY-ANLAGE in Form brachten…
Ich konnte zwar sie, vorher und kurz danach auch immer wieder das Meer sehen, die Mitarbeiter aber letzteres während ihrer Arbeit nicht. Eine einsame schottische Flagge sah ich erst nach anderthalb Stunden wehen…
Weitere Ergänzungen siehe bei den Bildern.
Zwecks Vertiefung/Kenntnisnahme kann ich den Wikipediabeitrag „Warjag, Schiff 1901“, in der Hoffnung, dass er wenig Fake-News enthält nur ausdrücklich empfehlen. Zum Piepen, wäre die Thematik nicht so tragisch.
Ich erspare mir aber völlig, hier sowohl die glorifizierenden russischen oder englischen Gedenktafelinhalte zu übersetzen.
Das in Amerika 1901 von Crump and sons gefertigte Pleite-, Pech- und Pannenschiff erinnert mich eher an die „asterixinischen Piraten“, welche ja immer wieder ihr eigenes Schiff heldenhaft versenken.
Und an die mit öffentlichen Geldern geförderte „GROWIAN“, eine in Auftrag gegebene, gescheiterte Art Großwindanlage, 1983-1987 in Betrieb, lange Zeit die größte Windkraftanlage der Welt (Großwindanlagen leisten heute ein Mehrfaches der damals nicht erreichten Maximalleistung)
Sehr wichtig zu wissen:
1- Warjag ist die Russische Bezeichnung für „DER WIKINGER“.
2- Dieses Schiff wurde wohl bei seiner ersten Schlacht 1904 von Japanern schwerst beschädigt, von der eigenen Besatzung heldenhaft versenkt, wiederum von Japanern gehoben, instandgesetzt, gebraucht, verschiedentlich verkauft, schließlich auch noch als Hulk benutzt.
Es wurde dann 1920 final zum Abwracken nach Deutschland verkauft, lief beim Schleppen vor Schottland aber auf Grund.
1923 erfolgte vor Ort der Abbruch, der Rest versank 1925 und wurde nicht gehoben. Deswegen das große, glorreiche mit westlichen Mitteln finanzierte Monument hier bei Lendalfoot, das ich wenige Minuten nach der schottischen Flagge erreichte…
Achtung: Glamping in höchster Ausprägung mit Meeresblick.
Zwischen den „Little Boxes on the Hillside“ (Lied von Pete Seeger) ist der röhrende Hirsch, wenn auch in Bronze gegossen, das einzige „naturbelassene“ Objekt der Anlage.
NEIN DANKE, ich und Gefährt bleiben gerne draußen!
Die „Naturpalmen“ sind Standart der allermeisten Camping-, Carawan-, Wieauchimmer-Parks Schottlands und Irlands. Sie wachsen allerdings überall auf beiden Inseln und suggerieren gewissermaßen im „Statussymbolmodus“ ein orientalisches oder subtropisches Ambiente im Norden der Britischen Inseln.
Die voll ausgerüsteten, einheitlichen, „keimfreien“ (?) Wohncontainer bringen hingegen den Liebhabern von Glampings eine Outdoor-Suggestion, indem der gesamte Hausrat samt Schlafzimmer, Küche, Dusche, Kloschüssel für den Allerwertesten in diesen Boxen verstaut und zum Ausblick gebracht wird. Es entsteht sozusagen ein teures Outdoor-Kino mit Indoor-Komfort. Da würde doch ein aufgestelltes Radlerzelt das echte Naturfeeling der „Glamper“ völlig verstören.
Natürlich auch auf Trumps Golfplatz in Turnberry. Die Gefahr aber, dass sich ein Fernradler dorthin verirren würde, scheint mir nicht gegeben…
Auf den drei Kurzvideos unten bringe ich Interessierten die Kuhsprache einer etwa zweihundert Individuen starken Herde bei.
Hätte ich nicht mit den Kühen gesprochen, so hätte ich nicht erfahren, dass ich vor 200m hätte abbiegen sollen, um eine längere Strecke mit viel moderateren Steigungen zu erwischen. Vor allem traf ich dort aber zwei viel größere Herden mit gut 500 Viechern aller Geschlechter, die sich auf meinen Zuruf hin im wilden Galopp kollektiv auf mich zubewegten. Zum Glück bremsten sie kurz vor dem Elektrozaun.
Ich fuhr durch. Die zweite Herde war noch schneller. Ich traute mich nicht einmal, mich umzudrehen und kurbelte VOLLGAS!!!
Viel Freude an dem „Videosprachkurs“ der „Kleinherde“ von nur 200 Kühen…
Passhöhe etwa 200m ü. N.N.
Sensation, einnechter Radler unter etwa 150 japanischen Touristen im Hafenterminal von Cairnryan.
Manche baten höflich darum, ein Selfie mit mir machen zu dürfen…
Dank LIDL KURZ VOR HOLYWOOD ERREICHTE ICH VOLL VERPROVIANTIERT DIE ORGANIC FARM VON HELEN’S BAY noch bevor der Hofladen schloss. Eine freudige Wiederbegegnung mit John und einigen seiner Mitarbeiter…
Nachtrag:
US Präsident Trump hat am 27.07.2025 nicht nur Golf gespielt. Er machte mit der EU auch einen Steuerdeal.
Ob er einen Golfball in eine Spiegeleipfanne der bewirteten Gäste beim Training pfefferte, ist mir nicht bekannt. Ich kenne aber auch nicht sein „Golfhandicap“…