Tour 2024

Western Europe 2024

Waldorf on the Road VII

Waldorf on the Road I-VII

Eine Woche früher als erhofft, zu Pfingsten 2024 ist dieses Blog fertig.

Erstmalig habe ich öffentlich auf alle meine Radeinzelfahrten seit 2006 geblickt. Zwar entstand die Formulierung  Waldorf on The Road (noch ohne Nummerierung) erst 2013, anlässlich einer 10.000km-Tour rund um Skandinavien. Erstmals verwendete ich, damit verbunden auch ein Reisesheet.

Schon 2006 und 2010 verreiste ich aber auf ähnliche Weise. Die Tour 2010 (s. dort) wurde hier, beim „Nachtfalken“ 2024 erstmalig nachskizziert.

Zusammen mit beiden Islandumrundungen 2016/2021 und der Tour 2023, deren Beschreibung erst zu Pfingsten beendet wurde, war ich also schon sechsmal auf ähnliche Weise verreist.

Die bevorstehende siebte Fahrt ist die dritte mit einer Reisegitarre und damit verbunden mit vielen Liedern im Gepäck. Fünf weitere Touren mit Gitarre sind noch vorgesehen.

Es ist vielleicht nicht nur für mich interessant zu verfolgen, ob sie mit mir zusammen die Reise ins JETZT antreten wollen…

Herzlich willkommen!

 

Little Jane, meine Reisegitarre

Der Reisekoffer allein genügt als Wetterschutz natürlich nicht. So verpackt transportiere ich die Gitarre auf dem Rücken höchstens, wenn ich auf den Bochumer Tippelsberg radle. Dies passierte seit Juni 2020 allerdings auch schon mehrere hundert Mal…
Wie auf den Bildern der Touren 2021/2023 zu sehen, wurde dieser Gitarrenrucksack samt zerlegter Gitarre für die nächste Etappe in einen großen, schwarzen, wasserdichten Seesack gepackt.
In diesen habe ich (in Island) bei Bedarf auch noch viel Reiseproviant hinzugefügt und ihn anschließend auf den Satteltaschen am Gepäckträger quer platziert und mit Gummizügen fixiert.

Man sieht der Gitarre schon an, dass sie inzwischen gut 10.000 km mit mir „radelte“ und dass sie häufig gespielt wurde. Ihr ohnehin edler Klang hat sich dadurch aber nur noch verbessert…

Andere Projekte bis zur Rückkehr ruhen lassen: „Die sprechende Bank“

Die „sprechende Bank“ am Westaufstieg zum Tippelsberg (an der Pferdekoppel).

Im Augenblick liegt schon Gästebuch Nr. 30 seit Juni 2020 aus. Gestern habe ich zum letzten Mal vor dem Start das Gras um die Bank herum zurückgeschnitten. Das Foto ist von heute.

Ich gehe nicht davon aus, dieses Büchlein samt Kugelschreiber und Bleistift bei meiner Rückkehr noch vorzufinden. Und während der Fahrt wird dieses Projekt  und die anderen Aktionen für mich „in einer anderen Welt sein“, weil ich mich  zu 100% auf diese Tour konzentrieren werde.

 

Blick von der Bank aus nach Essen am 31.05. 2024 um 19.00 Uhr

„Die Stelenbetreuung auf demTippelsberg“

Auf dem Gipfelplateau sind acht etwa zwei Meter hohe Stahl-Stelen mit Blick auf acht Sehenswürdigkeiten der näheren und fernen Umgebung ausgerichtet.

Kurze Zeit nach deren Errichtung wurden die Stelen durch Schmierereien und Ritzungen „verändert“ und blieben es: zwölf Jahre lang.

Vor genau fünf Jahren, um Mittsommer 2019, begann ich diese Schmierereien zu entfernen. Zunächst täglich nur  eine DIN-A4 Seitengröße, bald „etwas“ mehr.

Nach zwei Wochen waren alle Stelenseiten (16 insgesamt) „befreit“.

Zunächst wurden sie des Öfteren auch wieder von Unbekannt „neuverziert“. Nachdem diese Tags aber immer sogleich und spätestens bei Sonnenuntergang „öffentlich sichtbar“ in Sekundenschnelle verschwanden, wurden die Stelen immer seltener als Gestaltungsfläche missdeutet.

Aus dieser bei der „Reinigungsaktion mit Farbenklau“ auf alte, inzwischen oft eingerahmte Lakenreste mittels Lösungsmittel entstanden über 20 Zufallskunstwerke einer Kunstform KOMPLEMENTÄRGRAFFITI* deren Urheberschaft ich für mich beanspruche. „CORONA“, das letzte Werk dieser Reihe schenkte ich meiner Schule zum Abschied aus dem Berufsleben nach zufällig genau 12.345 Tagen im Juni 2020.  Es hängt z. Zt. in der Klasse 5a…

*Diese von mir vor 24 Jahren kreierte Bezeichnung drückt für mich den Prozess der Graffiti-„Entnahme“ von einer unerlaubt behandelten Fläche auf einen Stoff mittels eines effektiven Lösungsmittels. Das dadurch auf dem Stoff entstandene Zufallskunstwerk ist zwar von mir erschaffen. Die Verursacher der unerlaubten Tags kenne ich in der Regel zunächst nicht. Auf meine ehemalige Schule bezogen, wo mir die Besonderheit  der verwandelten Reinigungs-/Putzlappen auffiel, dass ich sie zu Kunstwerken erhob, waren es meistens Schüler. Auch Eltern vielleicht. Selbst Mitarbeiter in der Schulverwaltung, gar Mitglieder des Lehrerkollegiums kämen  zumindest theoretisch als „Sachbeschädiger“ in Frage…

Schon 2000/2001 fertigte ich aus den eingerahmten  Reinigungslappen von an der Rudolf Steiner Schule Bochum entnommenen „Schmierereien“ (Achtung!, dies ist nur Bezeichnung, keine Bewertung) 12 solcher Kunstwerke.
Sechs davon vernichtete ich zu Pandemiezeit, sechs behielt ich aber bewusst.

Eines davon – ELFENTANZ – hängt seitdem in meinem Arbeitszimmer. Es hat keinen Preis, ist unverkäuflich. Ich würde es für kein Geld dieser Erde hergeben.

Viel Freude an diesem „Zwischeneinblick“:

Innerhalb von fünf Jahren – weil ich die von UNBEKANNT immer seltener aufgetragenen Farben beständig mittels Toilettenpapier/ Lösungsmittel stahl, waren die Stelen so insgesamt vielleicht einen Monat lang partiell mit überwiegend sinnfreien Tags „betroffen“.
Ein-, zweimal jährlich geschieht das zwar noch.
Wenn ich da bin, werden diese aber von mir meistens am gleichen Tag entfernt.
Ansonsten direkt nach meiner Rückkehr…

 

 

Blick nach Osten

Blick nach Süden zur Treppe

Blick nach Süden von der Tippulus-Stele aus

Blick nach Südosten zum Ruhrstadion

 

Blick „tief nach Westen“ zur „sehr kleinen“ Schalke-Arena…

Die Schalke-Arena etwas größer

 

Blick nach Nord-Nordwest Richtung Heizkraftwerk und Halde Hoheward

*
*(ich genieße immer wieder „HALDENKULT“ von Georg Howahl/ Maren Schürmann, „Mit Kennern auf den Bergen des Ruhrgebiets“ (WAZ-EDITION/KLARTEXT) von 2016, in dem 44(!) Halden des Ruhrgebiets – auch der Tippelsberg den (lesenden) Lesern auch bildlich eindrücklich nahegebracht werden. Danke dafür!)

Blick nach Nordosten vom Ankunftsplatz vom Parkplatz aus (über Treppe oder längeren, flacheren Weg mit Blick auf das (Bochumer) Zillertal -am Wegesrand dort zwischendurch weiterer kleiner Sitzplatz mit Aussicht jenseits des manchmal stark frequentierten „Gipfels“ – (Rundtour von und zum Parkplatz, vorbei an vielen Infotafeln eines inzwischen „zufällig“ entstandenen Lehrpfades mit über 40 Tafeln (23.000 €)auf dem USB-Gelände sehr zu empfehlen).

 

ABSCHLIESSENDES:

BEI GUTER SICHT IST VOM 150 m ü. N.N. hohen Tippelsberg-Gipfelkreuz aus viel mehr auch in weiter Ferne zu erahnen.

Allerdings hat sich die BOTANIK viel zurückgeholt auf dem Gelände der ehemaligen Bauschutt/Untergrundbahnaushub- Halde.
Den Ausblick auf die acht Sehenswürdigkeiten der Stelen mit Infos zu den Aussichtspunkten

Ruhrstadion, Stadtpark, Jahrhunderthalle, Essen, Schalke-Arena, Revierblick ließ der Riese Tippulus, dessen Ausblick als einziger botanisch ungefährdet war, im Laufe der Zeit mit BOTANIK zuwachsen.
„Zufällig“ in seinen Diensten, befestigte ich dort kleine, scheckkartengroße , laminierte Schildchen mit der Mitteilung BOTANIK.

Neben dem Sehschlitz zum Bergbaumuseum informierte ich die Betrachter zusätzlich darüber, etwa 10 Schritte nach rechts zu machen, um den Turm des größten künstlichen Bergbaumuseums der Welt (alle Steinkohle ist dort nur festgeklebt; echtes Grubengold liegt um 1.000 m tiefer.) erblicken zu können, weil in Blickrichtung inzwischen eine in Brusthöhe etwa 50 cm dicke Schwarzpappel (damalige Info des zufällig(?) angelegten Lehrpfades) die Sicht versperrte. Die von der „Nervensäge“(WAZ-Schöpfung) angebrachten Schildchen „nervten“ vielleicht doch . Jahrelang.

„Zufällig“ natürlich, wurden dann aber doch mit Ausnahme der Aussicht auf Essen (schwer zu realisieren) sechs der sieben betroffenen Aussichten durch Baumfällarbeiten „freigeschnitten“.

Später verschwand auch die Schwarzpappel noch.
Der Museumsturm ist wieder zu sehen.

Eigentlich ist es schade um die Schwarzpappel. Eine lustige Zusatzinfo an der Gipfelstele „statt 70.000.000 Jahre auf Kohle aus der Schwarzpappel zu warten, genügten wenige Schritte seitwärts, um den Turm zu erblicken  und die Museumsexponate bei Interesse dort selbst betrachten zu können“, wäre deutlich billiger gewesen…

 

Etwa 2 m von dem Baumstamm entfernt, an dem eine Infotafel des Lehrpfades platziert war, wuchs bis vor einem halben Jahr die etwa 0.5 m dicke Schwarzpappel empor und versperrte den Ausblick vom Gipfelplateau aus zum Bergbaumuseum.

Tippelsberg vom Müll sauberhalten…

 

Wir wohnen seit 30 Jahren  in der Nähe der Grummer Teiche, nur etwa 2 km entfernt vom TIPPELSBERG, der 75 Höhenmeter über uns „ragt“.
Dessen gegenwärtiges „Gipfelplateau“ liegt etwa 150 m über dem Meeresspiegel.

In 30 Jahren „bestieg“, belief, befuhr ich diesen lohnenswerten Aussichtspunkt bestimmt etwa 15.000 Mal.
Allein seit Beginn der pandemiebedingt verfrühten Osterferien 2020 (Fr., 13.03.2020) schon wieder gut 3.000 Mal.

Seit 2012 kurbelte ich mich in Vorbereitung der Tour 2013 (s. dort) meistens per Tourenrad den bis zu 13% steilen Anstieg von der Westseite her, an der „sprechenden Bank“ ( s. an anderer Stelle dieses Blogs) vorbei hoch, gelegentlich zu Testzwecken mit vollem Reisegepäck.

Der „Tippelsberg“ war auch nach der Neugestaltung über viele Jahre hinweg gleichzeitig eine „Müllhalde“, auch weil viele Besucher ihre hochgewuchteten Mitbringsel von Bierkästen, Einweggrills, Chipstüten usw. nach Gebrauch auf dem Gipfelplateau achtlos entsorgten, oder leere Spirituosenflaschen gar oben oder auf den Steinpfaden zerschmetterten.

Besonders war es immer zu Silvester, wenn sich trotz Verbotsschilds der Oberbürgemeisterin das Anzünden von Feuerwerkskörpern betreffend (das Schild am Hauptaufgang/Parkplatz ist älteren Datums, ich halte es seit Jahren frei von Aufklebern)

Viele Kubikmeter(!) an Feuerwerksmüll jährlich ansammelten.

Am 31. Mai 2020(Pfingstmontag) fanden sie eine Holztafel vor:

Schnellstens änderte sich alles. Die meisten Besucher wurden achtsamer im Umgang mit Abfall.

Ganz zufällig genau eine Woche nachdem die WAZ über diese Aktion berichtete, wurden auf dem Gipfelplateau zwei größere „subästhetische“ aber recht effektive und längst vorgeplant gewesene Müllcontainer aufgestellt, um deren „Verzierung“ ich mich nicht kümmere…

 

 

 

 

 

 

 

Diese Container wären, direkt am Treppenaufgang aufgestellt oder dort wo einst die Schwarzpappel stand, etwa 30m vom Treppenaufgang entfernt, viel besser platziert.
Schon 3 Anmerkungen verdeutlichen, warum:

1. Jedermann käme beim Aufstieg vom Parkplatz oder von der Westseite aus an den Containern vorbei und wüsste um diese Entsorgungsmöglichkeit.

2. Das Gipfelplateau wäre befreit von Müllspeichern. Vergessliche könnten mit einem netten Hinweis, dort angebracht, auf die unweit gelegene Entsorgungsmöglichkeit aufmerksam gemacht werden.

3. Gerade jetzt, da sich am Gipfelplateau ein Bewusstsein für „anderen“ Umgang mit Müll gebildet hat, wäre es einen Versuch Wert, die Müllcontainer „umzusiedeln“.

Unten, am Parkplatz, wären aufgestellte Container falsch: Schnellstens würden dort, wie an vielen anderen Stellen Bochums, wilde Müllkippen entstehen.

 

 

Am 29.09.2021 gesellte sich zum ersten Schild ein zweites, natürlich von Seiner Hoheit Tippulus selber aufgestellt.

Eine geradezu unglaubliche Wandlung hat sich im Nutzen der Aussichtsplattform Tippelsberg seitdem vollzogen:

Manchmal sind es nur Wenige, manchmal sind es aber mehr als einhundert Besucher aller Generationen, die sich besonders zu traumhaften Sonnenuntergangängen hier friedlich im angenehmen Zusammensein versammeln.

Natürlich kann dies eine subjektive Wunschwahrnehmung des Verfassers dieser Zeilen sein.

ein nachvollziehbares Argument spricht deutlich dagegen:

Zunächst will ich mich nicht mit fremden Federn schmücken:

Die Textidee zum linken Schild entstand durch die Mitteilung einer Kollegin der Rudolf Steiner Schule Bochum, die vor vielen Jahren an einem Friedhofseingang in Süddeutschland ein Schild mit der Bekanntmachung las:

„VERNÜNFTIGE FAHREN HIER KEIN RAD. ANDEREN IST DAS RADFAHREN AUF DEM FRIEDHOF VERBOTEN“.

Die Textidee zum rechten Schild fand ich am Badestrand der kleinen Insel Visingsö mitten im schwedischen Vätternsee: „Hinterlasse nichts außer deinen Fußspuren auf diesem Strand“, hieß es dort auf englisch.

 

Nun zum nachvollziehbaren Argument:

Beide heute abfotografierten Schilder bergen jeweils an ihrem unteren Rand links ein Geheimnis, das nur der finnischen Sprache Kundige ins Staunen versetzt:

Als Email getarnt heißt es links

kymmenes@taulu/die zehnte@tafel

und rechts

kuudes@taulu/ die sechste@tafel.

Das Datum rechts daneben bezieht sich auf die Erstaufstellung der jeweiligen Tafel.

Das Besondere:

Die linke Tafel wurde im halben Jahr nach Erstaufstellung wegen Vandalismus fünfmal erneuert. Die rechte Tafel schon viel seltener.

Unmittelbar am Tage nach der Schädigung, nach Diebstahl o.ä. wurde jeweils eine kodierte Folgetafel aufgestellt.

DAS BESONDERE GEHEIMNIS beider abgebildeten Tafeln aber ist, dass sie am Morgen des 15.08.2022 auf dem Gipfelplateau von mir aufgestellt wurden, nachdem ich nach meiner Rückkehr aus Finnland am  Abend des 14.08.2022 feststellte, dass die Vorgängertafeln entwendet wurden.

Zwei Abschlussnotizen noch:

1. Beide Schilder wurden zwar zwischenzeitlich mehrfach von Unbekannten entwendet, zurückgebracht, wiedergefunden, zerstört, von mir repariert usw.. Es ist aber angesichts der Anfangsphase beinahe unglaublich, dass sie noch heute oben präsent sind, wenngleich schon im verwitterten „Altholzlook“ und dennoch wirkungsvoll.

und

2. Die Schilder Nr. 11/12  bzw. 7/8 sind seit Jahren fertiggestellt.

Mal sehen, ob ich die heute fotografierten Schilder nach Abschluss der Tour 2024 wiedersehe…

 

Verkehrskreiselpflege Bergstraße/ Vierhausstraße seit Juni 2015

Offene Patenschaft: Idee Rudolf Steiner Schule Bochum 1993

Anstatt vieler Worte hier die herzliche Einladung, den Kreisel an der Bergstraße/Vierhausstraße auch während meiner Abwesenheit zu besuchen. Seit 9 Jahren hat er sich ständig verwandelt, obwohl ich durchschnittlich höchstens 6 Stunden im Jahr dort gestaltend eingreife, ganz ohne zu gießen.

Die Bilderlegenden erklären genug.


0ben: Vergleichsbilder von gleiche Stelle aus aufgenommen. Das erste Foto (heute an einem Laternenmast fixiert, machte ich vor 9 Jahren.

 

Bienentanke. Ganzjährig. (Fast) WARTUNGSFREI!

 

Idee 1993   OFFENE PATENSCHAFT

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R. Marsollek       zung

BAUHAUS

1993/1994 und 2000/2001 kümmerten sich meine damaligen Schüler der 7. Klasse von September bis Juni, immer am letzten Freitag im Monat, freiwillig um die Bömmerdelle, ein kleines Wäldchen in Bochum Langendreer und räumten es auf, indem sie Müll, der jedes jedes Mal viel weniger wurde, aufsammelten. Ich brachte ihnen damals eine besondere Idee aus Finnland näher. Gretha Thunberg wurde erst viel später geboren…

 

 

Herzlich willkommen!

 

 

 

All my bags are packed …

“BOCHUMER KLETTERTOUR“
Beim Vortest des 18 Jahre alten Primus-Omnifuel-Kochers, der Gas, Benzin, Diesel, Erdöl verarbeiten kann, stellte sich heraus, dass die kleine Dichtung am Verbindungsschlauch verhärtete und somit ihren Geist aufgegeben hatte. Ich bekam in Bochum eine neue, tauschte sie aus, kaufte aber auch gleich einen passenden Reserveschlauch mit Anschlüssen (20€) für alle Fälle.

Als alles durchgecheckt und gewogen war startete ich heute früh eine kleineProbetour (samt Gitarre, viel Proviant, Wasser usw. 34 kg)

Ich selbst wiege 72 kg, 3 kg mehr als im Winter, zu Wettkampfzeiten. Die „Zusatzreserve“ wird aber aus Erfahrung schnell „schmelzen“ und es wird darauf ankommen, trotz einer täglichen Nahrungsaufnahme von bestimmt weit über 6000 Kilokalorien, nicht unter 65 kg Körpergewicht zu rutschen, weil mir dann lange Strecken deutlich mehr Mühe machen würden als gewöhnlich.

Heute indes, war es eine Luxus-Checking-Vergnügungskurztour.

Das Rad ist in Top-Zustand (herzlicher Dank an Till Groiß!) und es bereitete mir kaum Mühe, heute meine Bochumer Projekte zu besuchen und die knapp 14% Steigung von der „Sprechenden Bank“ zum Tippelsberg  mit vollem Gepäck hochzukurbeln.

Meine Frau bringt mich heute zur Fähre nach IJmuiden. Auf dem Rückweg (1.7.2024) will ich die 250 km allerdings radelnd zurücklegen…

Viel Vergnügen an der besonderen Bochumer Klettertour:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fähre IJmuiden – Newcastle 02.06.2024

Die Verkehrsverhältnisse in den Niederlanden brachten es mit sich,  dass wir auf der uns wohlbekannten Strecke und obwohl wir wie geplant um 12 Uhr mittags losfuhren, erst um 15.45 im Hafen von IJmuiden landeten (Autobahnsperrungen/Staus/Umwege).

 

Alle Formalitäten waren schnell erledigt, das Rad im Schiffsinneren befestigt (Viele Fahrräder, besonders viele Motorräder, die DFDS-Fähre/DK,Kopenhagen mit Last- samt Touristenfracht komplett ausgebucht).

Weil offenbar alle an Bord waren, startete die Fähre schon kurz nach 17 Uhr, statt 17.30!

Die meisten Crewmitglieder waren asiatischer Herkunft, an der Rezeption  sprach man natürlich Englisch (kein Dänisch), der Chef vom Dienst dort ein Pole. Überall große Freundlichkeit/Routine.

Meine Kabine war sehr spartanisch eingerichtet, ich vermisste aber nichts.

Nach einer sehr ruhigen Überfahrt, traf es sich, dass neben mir eine deutsche Busfahrerin samt ihrer Begleiterin saßen (Graf-Reisen Herne), eine einwöchige Schottland-Rundtour vor sich hatten. Die Busfahrerin, ein „Bochumer Mädchen“.

Newcastle- Richtung Carlisle 85 km, starker Gegenwind

Auch wenn es stimmt, dass man sich schnell an das „Fahren auf der anderen Straßenseite“ gewöhnt, die Spannung vor dem ersten Mal diesbezüglich kann niemandem genommen werden.

Die Streckenführung nach Westen quer durch England in Richtung Gretna Green/Cairnryan(Fähre nach Belfast) sollte mich gut 100 km entlang des britischen Limes, dem Hadrianswall führen, erbaut im 1/2 Jahrhundert unserer Zeitrechnung.

Zunächst aber musste ich „ewig lange“ bei starken Gegenwind Richtung Newcastle kurbeln um dort durch die Touristengruppen (zu Fuß oder per Pedelec durch Guides geführt unterwegs) durchzukommen..

 

 

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An Gretna Green vorbei zufällig bei John Jamieson und seinen 250 Milchkühen in Upper Locharwoods angekommen. 95 km

Eigentlich wollte ich gestern bis Carlisle gefahren sein.
Die Umstände und die wunderbaren Englandeindrücke, vor allem aber der etwa mit 20 km/h wehende beständige Gegenwind verhinderten dies. Gegen 17 Uhr entdeckte ich einen ganz kleinen „besonderen“ Campingplatz mit Riesen-Wohncontainern und praktisch ohne Service, aber mit Dusche und Toilette, mit Trinkwasser und „englischem Rasen“ sowie einem kleinen Plätzchen fürs Zelt (10£). Wunderbar!

Von allen Wohncontainern waren (am Dienstag) nur 3 besetzt.

Ich blieb, um heute gegen 4 Uhr in der Frühe gestartet zu sein. Später sollte es regnen.

 

Ich wachte sogar schon um 3.30 Uhr, kurz vor dem Wecker auf. Alles schien gut.

Ein verschwundenes Ladekabel, das nach 2 Stunden endlich auftauchte, ließ mich aber erst um 6 Uhr starten. Der Regen begann, der direkte Gegenwind verstärkte sich und sollte den ganzen Tag über mit etwa 30 km/h „an mir vorbeiwollen“.

Mein iPhone lud sich dennoch beim Radeln recht gut auf, bis ein entdeckter Feuchtigkeitseinbruch den Vorgang jäh unterbrach.
Es goss und sprühte ununterbrochen, bis Gretna Green. Ankunft dort 11.30 Uhr.

Das dämlichste aber, ich hatte es zuhause nicht auf dem Schirm und ging einfach davon aus, dass ich mit Normal-Netzsteckern auch in Britannien mein iPhone laden kann.

Folge: Ich verließ den Ort gegen 14.30 Uhr ohne dort ein einziges Foto gemacht zu haben. Da ich bei der Rückreise wieder hier vorbeikommen werde, kann ich einiges nachholen.

Lediglich 3 km früher, an der schottischen Grenze – mein iPhone hatte nur noch 11% Ladekapazität – schoss mir ein Radfahrer netterweise ein „optimistisches“ Erinnerungsfoto.

 

In einem Supermarkt fand ich einen passenden Adapter, das überhilfsbereite Personal trocknete zunächst aufwändig mein Handy und lud es anschließend auf 70 % auf.

Es goss zwischendurch „Hunde und Katzen“, ich konnte aber bei Mohammed, einem türkischen Imbissbetreiber, die leckersten Fish&Chips ever essen und lernte anschließend auch den Ort zu Fuß gut kennen.

Der Regen hätte kurz nach dem Weiterstart auf, der Gegenwind nahm aber noch zu.

Es wurde richtig, richtig anstrengend.

Nach immerhin 95 Tageskilometern sah ich etwa 200 m abseits der Straße einen Riesenbauernhof, wollte dort nach dem nächsten Campingplatz (den es nicht gab) fragen.

John (68) der Chef über 240 pedigree Holsteins, war so lieb, mir einen Zeltplätzchen anzubieten und eine Toilette fand sich auch. Paradiesisch!

Auf dem Rückweg darf ich gern wieder vorbeikommen. Eine echte Erlösung.

 

Morgen früh wollte ich aber wirklich gegen 4.30 starten und das über 150 km entfernte Cairnryan(Fähre nach Belfast übermorgen um 11.30 Uhr) erreichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grenze zu Schottland, 1 km weiter Gretna Green. Mein deutscher Ladestecker passt nicht, das iPhone ist innen nass muss trocknen. Ich finde einen Adapter um es laden zu können. Zunächst aber muss das iPhone 1 Stunde lang an einem Heizkörper trocknen lassen. Unglaublich lieb die beiden weiblichen  Angestellten des Geschäfts.

Danach hilft man mir dem mit dem neuen Stecker das iPhone auf 70% zu laden.

Ich verbringe 3 Stunden in Gretna Green.

Esse Fisch und Chips und fahre gegen 15:00 Uhr los. In Gretna Green kann ich jetzt kann ich keine Fotos machen. Es ist windig und schauert immer wieder richtig stark. Wenn ich wieder zurück bin an gleicher Stelle, liefere ich Bilder nach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glamping-Anlagen mit Seeblick(zum Teil größer als die Dörfer dahinter).

Offenbar beliebt: man fährt mit dem Auto ran, packt nichts aus, setzt sich hinein. Blick das rauschende Meer an. Packt vielleicht seine Brote aus oder kocht sich Tee/Kaffee und guckt, guckt, guckt wie sich wenigstens das etwa einen km entfernte Meer bewegt. Ich guckte auch und vor daran vorbei Das Navi führte mich hierher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beides gelang: Start 4.28 Uhr, Ankunft 19.45 Uhr.

Firchfarm – Cairnryan, 150 km

 

05.06.2024
Ob ich die 140 km trotz der beständigen Anstiege Gegenwind, Regen, kurzen Irrwegen schaffen würde, war nicht klar.

Aber:

start 4.28 Uhr. Stille auf dem Bauernhof.

Bald Dumfries erreicht.
Danach Trails, Trails, Trails!!!

Zwar wunderbar, diese Adventure-Vergnügungsart, aber für meine Art zu Reisen (von A nach B) nicht sehr positiv. Eher Radfahrspielzeug. Meistens mit Start und Ziel an gleicher Stelle. Landschaftlich ist es sehr schön, die Strecke zu bewältigen aber fällt sehr schwer. Die Orientierung auch angesichts der vielen Kleinst-Sonderwege. Meine App führte mich plötzlich zur Straße Nummer 75, die ich für Fahrräder als verboten hielt. Ich fuhr am linken Rand, neben den Lastern im Sprühregen, der inzwischen angesetzt hat und stark war, bis ich einen Trail finden sollte, den es nicht gab. Ich fuhr paarmal hin und her, wendete vorsichtig wegen der anderen Verkehrsverhältnisse und fand schließlich in einem Bauernhof etwa 100 m abseits, einen 81-jährigen John, der mir erklärte, dass es diesen Trail gar nicht gibt. Er zeigte mir alte Karten und versicherte, dass die Strecke der 75 wirklich bis paar Kilometer vor Cairnryan meinem morgigen Fährhafen führt, dass es erlaubt ist, mit dem Fahrrad dort zu fahren, auch wenn’s sehr gefährlich sei.

Ich bekam Wasser, viel Freundlichkeit und wusste innerlich, was ich tun würde: DURCHRADELN!!!. Ich plante die 50 Meilen (80-85 km) einfach „durchzukurbeln“ und stellte fest, dass die Steigungen der 75 viel sanfter sind, als die der Trailstrecken. Dass es aber auch viel gefährlicher ist und ich volle Aufmerksamkeit für alles brauche…

In voller Konzentration, gegen den Wind, äußerst aufmerksam radelte ich vor mich hin. Alle 50 m links gibt’s kleine Ablauflöcher (gießkannentief, 1 m breit) Achsenbruch garantiert, wenn ich da reinfiele und Schlimmeres. Rechts die Laster und der Verkehr, der doch recht dicht war, mit Wolken an Regen.

Mit einer Pause zwischendurch fahre ich immer weiter und komme um 19:45 Uhr in Cairnryan an. Ich frage ein paar Jungs, ob es ein Campingplatz gibt. Nein! Aber sie haben für mich eventuell ein B & B Angebot. Gemeinsam radeln wir hin. Ein Platz war noch frei. Die Wirtin sehr nett.

Ich nahm gerne an (70 £).

Dusche herrlich. Ich konnte meine Sachen zum Teil waschen und trocknen. Toll frühstücken und nächsten Morgen nach einem tiefen Schlaf die Fähre pünktlich erreichen .

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kleinaktualisierung am 9.6.2024

Liebe Freunde des Nachtfalken!

Alles läuft gut, bin heute in Derry gelandet. Werde heute noch in Irland landen. Habe die Steiner School in Holywood besucht und eine Strecke südlich des Lough Naegh nach Derry gewählt (180 statt 118 km).

Größte  Schwierigkeit: Strom für IPhone und Powerpack zu bekommen, da bei langsamen Klettereien und bei Dauerregen laden am Rad schwierig.

Sobalt ich gut versorgt bin, schreibe ich Kurzberichte und Fotos. Mein Tagebuch ist auf aktuellem Stand.

Viele Grüße aus Irland

RM

Cairnryan-Belfast, Holywood, Helen‘s Bay Organic Farm (27 km)

Früh um 5:00 Uhr vom Wecker geweckt worden. Da die Heizung um 22:00 Uhr kalt wurde, konnte meine auf Bügeln verteilte Wäsche nicht trocknen. Ein Radiator stand zur Verfügung, so dass ich morgens, während ich Berichte schrieb, immer wieder alles dort wechselte und wendete. Zum Frühstück um neun war alles trocken. Ein mächtiges Frühstück, Riesenportion Rührei mit Lachs zubereitet und vieles andere. Die Fähre um 11:30 Uhr konnte ich leicht schaffen. Das Problem war, dass ich am falschen Anleger landete. Der Stena Line Terminal war noch 3 km weiter nördlich gelegen.

Kein Problem. Bin geradeweg mit Rad ins Gebäude mit dem hereingekommen. Sehr freundlich von den Sicherheitsleute empfangen worden: Fahrkarten und Passkontrolle, aber keine Gepäckkontrolle, wie es alle über sich ergehen lassen, mussten. Besonders viele Japaner  reisten mit. Sie mussten ihre Köfferchen öffnen und Einblick gewähren. Radler sind da anders angesehen. Viele müde Menschen auf der vollen Fähre. Sie schlafen überall, wo Platz ist. Nach langem warten, bekomme ich eine Dose Pepsi und die zweieinhalbstündige Tour endet pünktlich in Belfast. Ich radle Bei starkem Verkehr in Holywood, einem gemütlichen kleinen Städtchen. Von der Fußgängerzone aus klettere ich noch etwa 2 km hoch zum Schulgelände. Treffe eine Lehrerin, die mir sagt, wie ich in etwa zu meiner Farm in Helen’s Bay komme. Die Schule liegt auf einem Hügel die auf einem Hügel, ziemlich am Ende der Stadt.

Ich verfahren mich aber und muss gefühlt etliche Kilometer klettern fragen suchen, bis ich tatsächlich bei John McCormics   Organic Farm – einem Paradies ankomme, wo mir unsere deutsche Holywood-verbindungslehrerin, Nadine S., die vor 14 Jahren auch einmal meinen russisch Unterricht besuchte, eine Übernachtungsmöglichkeit im Zelt organisiert hat. Es sind eigentlich nur 8 km. Weil ich aber falsch abfuhr, zwängte ich mich die Berge hoch und runter und landete im Ziel.  John McCormick mink, mich überaus freundlich empfing mich überaus freundlich, obwohl ich etwas verspätet ankam.
Ich landete in Johns Gartenparadies, zwar ohne Strom, mein Iphone wurde langsam per Autobatterie geladen, aber alles funktionierte. Nachts war ich allein dort. Alles, was ich brauchte, war da. Morgen früh soll es zur Schule gehen. Ich sollte um 8:45 Uhr da sein.

anschließend werden hier noch Bilder mit Legendeninformationen folgen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Holywood Schulbesuch (8,5 km) Weiterfahrt Richtung Derry bis Lough Naegh/ Loch Näj (71 km)

Ein unglaubliches Vogelkonzert weckte mich schon um 4:30 Uhr vor meinem Wecker in meinem Paradies. Unzählig viele verschiedene Vogelstimmen, viele kannte ich gar nicht, sangen um die Wette. Ich packte gemütlich zusammen, war früh fertig und fuhr – jetzt in Ortskenntnis – die nur etwa 300 m zum Strand von Helen’s Bay hinunter. Dieser eignet sich überhaupt nicht zum Baden, zu viele Klippen. Viel zu gefährlich. Man kommt gar nicht richtig ins Wasser herein. Der Weg am Strand entlang ist aber wunderschön.

Nur etwa 5 km den Strand entlang, dann noch 3 km hoch und die Holywood Steiner School ist erreicht.

Mehr als 1 Stunde vor meiner Verabredung bin ich auf dem Gelände, ganz allein. Ich mache Fotos von den Bäumen, Gebäuden. Dann kommen die ersten Kinder, vereinzelt Eltern, Kollegen. Meistens Frauen. Und unter ihnen Nadine mit ihrer kleinen Tochter, die ebenfalls hier zur Schule geht. Herzliche Begrüßung durch Lehrer, die mir Nadine vorstellt, durch Kinder von der ersten bis zu neunten Klasse Eine Ukrainerin ist dabei es sind mehrere Mädchen aus Polen dabei. Vor allem aber sind es, wie bei uns, viele verschiedene Kinder, die ohne die in Britannien und Irland übliche Schuluniform zur Schule kommen.
Alle sind offen. Viele sprechen recht gut Deutsch. Alles ist sehr, sehr herzlich. Ich platziere mich auf eine Bank, stelle das Fahrrad daneben, das von vorbeigehenden bewundert wird, während ich später im Lehrerzimmer – einer alten Villa unserer in Bochum vergleichbar  – Tee trinken kann und mich aufwärmen. und unterhalten mit den Kollegen der Schule.
Ich fühle mich gleich zu Hause, wie in der Bochumer Schule. Nadine bringt ihre Tochter weg und hat dann eine gute Stunde Zeit für mich, um uns über die Geschichte der Schule und die Verbindung zu Bochum auszutauschen.

Der „alte Mann“ hat schon viele Kinder vorgestellt bekommen, mit ihnen gesprochen, deren Fragen beantwortet. Und er soll vor einer kleinen Gruppe Kinder um 10:15 Uhr ein kleines Konzert geben, weil er ja eine Gitarre versteckt hat im Gepäck. Ich werde vom Kollegium, welches sich zum Unterricht in der Schule verteilt, warm und freundlich empfangen, trinke Tee bekomme durch Nadine eine kurze Führung durch die Gebäude und das Gelände der Schule. Und dann ist es soweit. Als ich rauskomme bin ich baff: Es sind etwa 50 Kinder, ein Drittel der Schule auf dem Hof, um mein Fahrrad herum versammelt. Während ich die Gitarre auspacke, begrüßt mich Nadine kurz und die Kinder singen mir einen schönen Kanon vor. Durch das Morgenkonzert in meinem Gartenparadies beginne ich mit Morning Has Broken, das Cat Stevens in den siebziger Jahren veröffentlichte  und das ab 1929 in Büchern erwähnt wird, aber wohl noch deutlich älter ist..  You Raise Me Up folgte, auch auf Finnisch, dann das isländische Söknuður, welches dem You Raise Me Up sehr ähnelt, allerdings 20 Jahre älter ist. Insgesamt spielte ich, obwohl es zu regnen begann und die Kinder tapfer aushielten eine gute halbe Stunde lang und bekam immer riesigen Applaus.
Als das Kurkonzert vorbei war, zwischendurch kamen auch neun Klässler dazu, stürzen sich beinahe alle Kinder auf mich, und ich musste Autograme schreiben.
Es dauerte länger, bis die Prozedur beendet war, und ich konnte wieder ins Lehrerzimmer, wo meine Elektrik sich lud und wo ich es genoss, mit Menschen zu sprechen, meine Karte zu studieren und zu sehen, wie meine Geräte geladen werden.
Nadine musste zwischendurch unterrichten. Ich blieb noch bis 2:00 Uhr nachmittags, verabschiedete mich und fuhr los. Vorher aber war etwa 1 Stunde lang noch In der Einkaufsstraße von Hollywood, aß etwas und versorgte mich mit Proviant.

Gegen 15:30 Uhr fuhr ich los, Richtung Westen und beschloss, südlich des größten Sees Britanniens des Lough Naegh nach Derry zu fahren. Zwar ist die Strecke zur Nordirland zweitgrößten Stadt, dann 180 statt 118 km lang. Ich wollte aber auch das Landesinnere kennen lernen. Schließlich kam abends in den südöstlichsten Zipfel des fast rechteckigen Sees an 30 km von Norden, nach Süden hoch, 15 km breit, 396 Quadratkilometer Fläche tauf etwa 40 Höhenmetern gelegen. Ein Campingplatz in der Nähe der Oxford Island war eigentlich ein Glampingplatz und ausgebucht. Für mein Zelt dort kein Platz mehr vorhanden. Gawan, der Verwalter und Kaffeebetreiber dort, 59 Jahre alt, empfing mich freundlichst, begeistert, ob des Fahrrades. Schon immer träumte er ähnliche Fahrten zu machen, dies gelangen ihm aber (bislang?) noch nicht.
Etwa 300 m entfernt gab es noch ein umzäuntes Sondergelände, auf das er mich verwies. Ich sollte innerhalb der nächsten halben Stunde kommen (nach dem Zeltaufbau), um dann noch Dusche, Toilette zu benutzen und mich in mein Zelt zurückzuziehen. Ich schaffte dies leicht, fühlte mich erfrischt, aß etwas und legte mich dann schlafen, um morgens gegen 4:30 Uhr zu Weiterfahrt aufzubrechen. Bezahlen durfte ich hingegen nicht.

Danke, GAWAN!!!

Es folgen weitere Bilder mit kleinen Informationen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag, 8. Juni: 77 sehr anstrenge Kilometer zu den Schafen der Sperrin Mountains bei „Egilstaðir”?…

Ich werde während meiner reise noch des Öfteren feststellen müssen, dass Campingplätze oft geschlossen, aufgegeben, oder auf der per Navi ausgewiesenen Stelle gar nicht existieren. Das wird mich zu immer neuen Herausforderungen und Lösungen führen. Oft aber sind auch Schutzengel dabei im Einsatz, wofür ich sehr dankbar bin, wenngleich ich sie für diesen Einsatz nicht für zuständig halte. Erwarten würde ich das niemals.

Die Campingsituation ist in Britannien und Irland ganz anders, als ich es aus Skandinavien oder Island kenne. Oder in Deutschland, Frankreich, Österreich Tschechien der Slowakei letztes Jahr kennen gelernt habe.

Irgendjemand öffnete in der Nacht mein Eingangstor zum viereckigen Gelände. Durch die Zaunlatten hindurch konnte man mein Zelt ja sehen.

Vielleicht wollte jemand es genauer aus der Nähe betrachten. Ich bekomme davon aber nichts mit…

 

Kurz vor dem Wecker, bin ich wach starte tatsächlich um 4:38 Uhr.
Zunächst geht es 40 km südlich des Laugh Naegh  nach Westen. Starker Gegenwind, das Wetter ist aber eher freundlich. Ich will heute Derry erreichen, werde es aber nicht schaffen. Zum Glück komme ich nur etwa bis 40 km vor Londonderry(so heißt die Stadt eigentlich). Das Navi führt mich in eine Höhenlandschaft, die ich hier gar nicht vermutet hätte. Ich klettere beständig über kleine Wege und schraube mich hoch. Es ist anstrengend. Zwischendurch begegne ich einem Schäfer samt Hund auf einem Quad sitzend. Und einen Riesenbagger sehe ich auch. Er versperrt mir die gesamte Asphalt Fläche. Der Arbeiter sieht mich, fährt zu Seite, so dass ich durchkomme.
Die Lenker aller Fahrzeuge, welche mir entgegenkommen, heben den Daumen, grüßen mich per Handzeichen. Jene, welche mich überholt haben hupen kurz an und heben ebenfalls den Daumen. Sie sind fassungslos über den seltenen Gast, beziehungsweise über sein seltenes Fahrzeug. Schließlich bin ich auf etwa 300 m Höhe fast auf dem höchsten Punkt angelangt. Das Zelt aufzuschlagen ist fast überall unmöglich. Möglich aber an einem Tor zur Weide. Ein weiterer Schäfer mit Hund hat mich kurz gegrüßt. Hier bleib ich stehen, um die Aussicht zu genießen, weil sie mich unglaublich an Egilstaðir in Island erinnert, wo Wälder wieder aufgeforstet werden. Und die Baumgruppe auf die ich gerade blickte, sah zum verwechseln ähnlich aus.

Ob ich hier an diesem Tor, technisch ginge das, das Zelt aufschlagen dürfte?

 

Der Schäfer mit Hund überholte mich bergauf, war plötzlich auf der anderen Straßenseite, etwa 500 m entfernt erschienen und einige zehn Höhenmeter über mir. Dort bearbeitete er die Schafe mit Hilfe seines Hundes .

Es war unglaublich spannend.

Ich drehe ein kleines Video.  Er tuckert zu mir zurück, die Schafe verbleiben etwa 500 m entfernt.
Der Hund säuft sich erst mal, ob der getanen Arbeit, den Bauch voll an dem braunen eisenhaltigen Wasser des Rinnsals. Der Schäfer ein Ire, den ich zunächst überhaupt nicht verstehe grüßt mich nochmals.

Ich erzähle ihm von Island, von der wunderbaren Landschaft hier und frage, ob ich Wasser haben könnte und ob ich eventuell das Zelt hier aufschlagen dürfte für die Nacht, weil es so schön ist. Er bejaht meine Fragen, lädt mich aber ein, doch zu seinem Hof zu kommen und dort das Zelt aufzuschlagen. Und Wasser gibt es da auch genug.
Ich war überglücklich.

Nach einer kurzen Rast fuhr ich zu dem noch 50 m höher gelegenen Gebäude Komplex.

Ein größerer Hund empfing mich, knurrte etwas, nahm sich aber zurück und war freundlich. Ein weiterer größerer Hund war in einem Geländewagen untergebracht und der kleine 15 Monate alte Schwarze begrüßte mich schon ganz freundlich, wir kannten uns ja. Mir wurde alles gezeigt. Vieles gehört, hier nicht geschrieben zu werden, ich hatte aber alles auf dem Hof sogar eine Toilette fand sich. Die beiden wohnten nicht wirklich wirklich hier, sondern 15 Meilen entfernt und versorgten hier bloß ihre Schafe. Alles sah von außen sehr belebt aus. Tom, ein echter Ire  hätte gern „Four Green Fields“ hier in Nordirland gespielt gehört auf der Gitarre,  aber er musste recht schnell weg. Wenn er telefonierte, verstand ich kein einziges Wort, weil’s reines Irisch war.

Ich baute mein Zelt auf und legte mich relativ früh schlafen, weil ich etwa gegen 4:00 Uhr starten wollte. Für später war Regen angesagt. Es kam etwas anders.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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42 Kilometer nach „REGEN“Derry, Radlercafé; „Schutzengel“ Pat in Buncarana

 

Kurz nach Mitternacht begann es zu regnen, immer stärker.
Eigentlich sollte der Regen erst um 5:00 Uhr beginnen. Ich musste also, als ich startete mein Zelt klitschnass einpacken. Dummerweise vergaß ich gänzlich, das trockene Innenzelt auszuknüpfen. Ein Fehler mit Folgen,der einem erfahrenen Camper wie mir, nicht hätte passieren dürfen…
Es regnete unentwegt weiter. Ich fuhr nonstop durch und kam schon kurz vor acht Uhr in (London)Derry oder besser „REGEN“Derry an.

Völlig durchnässt, weil innen verschwitzt, kam ich in die Stadt und dort war am Sonntagmorgen alles geschlossen.

Es regnete weiterhin Wasservorhänge. So sollte es bleiben, die nächsten Stunden hindurch.

Ich fragte ein junges Paar mit Baby nach der Fußgängerzone, wo ich mir etwas zu essen erhoffte, und auch nach der Touristeninformation.

Die junge Frau erfuhr per iPhone, dass die Touristeninformation erst um 10:00 Uhr öffnet. Ich fuhr dennoch den gewiesenen Weg entlang und sah zur Linken ein Segafredo/ZANETTI-Café, das zu öffnen gedachte. Mein Fahrrad stellte ich ab und ging hinein.

Ich hatte Glück, bekam die Möglichkeit, iPhone und PowerPack aufzuladen, kriegte etwas zu essen, und meine Kleidung trocknete  drinnen auch.
Vor allem aber, stieß ich im Café auf unheimlich nette Leute.
Daclan, der Chef, ein ehemaliger Radprofi, machte aus diesem Café etwas ganz besonderes: Ein echtes Rennradler-Style-Café. Dieses bekam bald, wie auch heute, einen Riesenzulauf. Die Musik lief mit alten Hits,  Daclan sang auch sehr gern und schön mit.
Die Musik war angenehm, und der Chef machte mich darauf aufmerksam, dass ich an der Ecke sitzen sollte, weil es gleich brechend voll werden dürfte von Leuten, die sich ihr Frühstück bei ihm holen würden.
So war es dann auch.
Ich hatte meine Ruhe, schrieb, studierte die Karte, aß viel und trank sehr viel Tee.
Mein PowerPack und mein iPhone luden sich voll auf.. Er sagte mir, ich sollte zum Camping nach Buncrana fahren, etwa 27 km entfernt und er suchte aus etwa zehn Möglichkeiten eine aus.
Ich wähnte mich schon abends gut versorgt. Und ich genoss die Zeit im Café.
Es kamen Leute, auf mich zu, stellten viele Fragen. Manche bestaunen das Fahrrad und  viele kamen aus dem Staunen gar nicht heraus.  Nachmittags habe ich als Dank für den nette Aufnahme durch die Restaurant-Belegschaft auf der Gitarre drei Lieder gespielt. Hymn, das 800 Jahre alte Branduardi Lied „Sono io la morte” und auf Wunsch „Lord of the Dance“. Nachmittags war es nicht mehr so voll, der Applaus aber war sehr herzlich. Ich verabschiedete mich um 15.30 Uhr,  das Café schloss um 16.00 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die 27 km bewältigte ich schnell, das Problem war aber, dass es diesen Campingplatz definitiv nicht gab. Ich fragte an einem Haus danach, man wusste nicht, verwies mich an die Touristeninformation. schickte mich zu Touristeninformation.
Diese fand ich zunächst nicht. Sie war auch geschlossen, wie ich später sah. An einer Tankstelle riet mir das Personal, das nahe Grand Hotel einer bekannten Kette aufzusuchen, weil es dort wohl nicht so teuer sein dürfte. Ha, ha, ha…

Als ich aus der Tankstelle rauskam – es hat immer noch geregnet – stand ein Mann vor mir und begutachtete mein Fahrrad samt Ladung. PAT(rick),62 Jahre alt, sehr sportlich, begeisterter Radler und Extrem Schwimmer.

„Ich weiß, wie es dir geht“, sagte er. „Ich hab es oft erlebt. Mir wurde geholfen. Du bist nass. Du brauchst was zu essen. Du brauchst ein Bett. Du brauchst trockene Sachen.

 

Pat war gerade eineinhalb Monate radeln im Ausland. Auch er bekam bei seinen verschiedenen Radtouren Hilfe, kehrte gerade vor zwei Wochen zurück und hatte vor mit Enkeln und Tochter nach Bordeaux zu fliegen. Schon am Dienstag. Zufällig war er, als ich ankam zum Einkaufen und an der Tankstelle mit seinem Auto unterwegs: Mein Schutzengel. Wir tauschen Telefonnummern aus. Ich fuhr die 2 km zu ihm. Er kaufte noch schnell ein und lud mich in sein Haus ein. Bezahlung wollte er auf keinen Fall.

Meine Wäsche wurde gewaschen und getrocknet. Mein Zelt trocknete in seinem Sportzimmer, ein Bett war schnell bezogen. Pat bereitete mir ein großartiges Abendessen zu. Ich überraschte ihn mit der Gitarre und spielte schließlich gut 2 Stunden nur für ihn. Sowohl Wunsch Lieder aus der Liste, aber auch besondere Titel aus meinem Repertoire. Die meisten Lieder, nahm er auf dem iPhone auf (inzwischen habe ich ihn in Bordeaux angerufen, wo seine Tochter und deren Kinder mit ihm zehn Tage verbringen. Alle Menschen, die die Videos gesehen haben, sind absolut begeistert. Das freut mich natürlich sehr, dass ich wenigstens so etwas zurückgeben konnte.
Wir tauschen die Adressen aus, tauschen uns über Gott und die Welt, über philosophische Ansätze aus. Ich erfuhr von riesigen Verschmutzung, SPRO, Problemen des größten britischen Sees des Lough Neagh.

Letzten Sommer war dort die gesamte Oberfläche grün…

Meine Version von „Sound of Silence“ gefiel Pat ganz besonders.
Er versprach mir, mich nächsten Morgen zur etwa 4 km weit entfernten Fähre zu bringen, die mich in einer halben halben Stunde über den Fjord bringen würde und ich dann, statt 120 nur noch 80 km bis Donegal zu radeln habe.

Von Pat aus ans andere Fjordufer und dann 80 km nach Donegal

Morgens am 10. Juni wachte  ich schon um 5:00 Uhr auf und konnte an meinem Block etwas arbeiten. Meine Sachen waren trocken. Ich verpackte alles still und brachte es vom ersten Stockwerk runter zur Küche. Also das Fahrrad versorgt gepackt war, stand auch Pat auf und bereitete mir ein Frühstück. Ich überraschte ihn mit drei weiteren Liedern auf der Gitarre, die ich gestern versäumte zu spielen, obwohl er sie sich wünschte, Sailing von Rod Stewart, Lady in Black von Uriah Heep und Cogli La Prima Mela   von Angelo Branduardi. pat war überglücklich. Wir fuhren gemeinsam einen recht komplizierten Radweg von um 5 km. Zur Fähre und Pat ist schon sehr oft die gesamte Strecke, die per Fähre eine halbe Stunde dauert mit anderen Freunden und Rettungsboot in Begleitung – zusammen waren es bis zu 50 Menschen – manchmal hingeschwommen. Viele Kilometer weilt, ohne Neopren Anzug im kalten Meereswasser. Gestern schwamm bei 11° eine Dreiviertelstunde lang in diesem Meer. Wir verabschieden uns herzlich. Ich setzte mit der Fähre rüber und fuhr im gleichmäßigen Tempo bis nach Donner. Allerdings befuhr ich die meistens Nationalstraße und keine Radwege. etwa 10 km vor Donner fragte ich nach einer Campingmöglichkeit hervor davon und fuhr dann einen Caravan Park an, an dem es auch Zeltmöglichkeiten gab. Der Campingwirt, war sehr freundlich und brachte mich sogar, nachdem ich das Zelt aufgebaut hatte per Auto etwa 4 km weit zu Lidl hin, damit ich mir 0,0 % Alkoholfreies Guinness kaufen konnte. Ich hatte natürlich großen Durst. Zwischendurch war es auch regnerisch. Weil ich mir für morgen etwas besonderes ausgedacht hatte, ging ich sehr früh schlafen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 11. Juni: von Donegal über Sligo nach Ballina(140 km)

Weil es nachts regnete, und alles klamm war, schlief ich etwas länger, packte  aber ab fünf Uhr zügig alles ein und knüpfte  das wenig feuchte Innenzelt aus.
Genau um 6:00 Uhr fuhr ich los.
Es war zwar kein Regen angesagt. Dennoch hat es in der Nacht etwa 4 Stunden lang geregnet oder genieselt. Und auch während der ersten 3 Stunden Fahrt Richtung Sligo (69 km) regnete es immer wieder zwischendurch.
Und es war ziemlich kalt. Ich bretterte die Nationalstraße entlang, machte ein paar Pausen, um in Sligo nicht zu früh anzukommen, weil ich dort zu Mittag essen wollte, und es mich noch weiter nach Westen drängte, Richtung Westküste. Dennoch war Sligo schon um 11:15 Uhr erreicht. Ich fand eine Art Mc Donalds, nahm mir einen vegetarischen Burger, Cola und Tee und trocknete meine nassen Sachen im Restaurant. Ich schrieb an die Familie und plante die Weiterfahrt.

Um 12:30 Uhr (ab zwölf gab’s Pizza) bestellte ich mir eine vegetarische Pizza und habe nochmal Tee und nochmal eine Cola bestellt, um ein wenig Reserven für die Strecke zu haben. Nach etwa 3 Stunden legte ich dann auf dem Fahrrad los.
Zur Sicherheit rief ich aber vorher einen ausgewählten Campingplatz an, um zu wissen, ob ich dort auch einen Platz fürs Zelt finde. Der Campingplatz hatte geöffnet und da gerade die Sonne schien, trocknete ich eine halbe Stunde lang bis gegen 16:30 Uhr das Zelt und knüpfte das Innen Zelt wieder ein. Klasse!
in Ballina, 140 km vom Startpunkt entfernt, kam ich tatsächlich kurz vor acht Uhr abends an.
Auf dem großen Caravanpark war nur noch ein Norddeutscher Radler mit Zelt da, Jörn, ein pensionierter Polizist aus Schleswig-Holstein. Wir kamen kurz ins Gespräch.
Ich wollte nur noch schnell duschen und schlafen, weil ich morgen Gallway erreichen wollte.
Ich erreichte Galways Campingpark in  in Salthills um 16.30 Uhr …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktualisierung am 13.06.2024

Liebe Nachtfalkenfreunde,

Verschiedenes ist jetzt aktualisiert worden. Allerdings gibt es reise- und wetterbedingt  auch verschiedene Probleme, die das Fortführen des Blogs erschweren, so dass ich Bilder, soweit es ging, einfügte und recht kurze Kommentare zu einzelnen Etappen machte.
Die werde ich dann wahrscheinlich in der ersten Woche nach der Rückkunft noch ergänzen. Viel Spaß beim verfolgen meiner Tour um Irland herum,

beste Wünsche

Euer Nachtfalke