Wieso?

„Wieso tun Sie sich solche Strapazen an?“, fragte mich ein nach Erklärung suchender Journalist beim Interview im Vorfeld der Radtour 2013….
Der Grund ist eigentlich simpel: Weil ich wirklich sehr gern „fernsehe“…, so erklärte ich es schmunzelnd gelegentlich auch meinen Schülern.
Ich meine damit aber nicht das „Naheglotzen“ vor der TV-Kiste:
Bei trockener Witterung fuhr ich im Sommerhalbjahr wochentags nach 4-7 Stunden Unterricht täglich zum nicht weit entfernten Kemnader See, drehte (und drehe seit 2020 auch im Ruhestand) zur Entspannung auf meinen Rennskates in etwa 85-90 Minuten einen Marathon. Oder ich fahre auf Speedskates von dort aus früh am Wochenende den etwaigen Leinpfad entlang, zum Baldeneysee nach Essen, umrunde diesen und kehre am Vormittag nach einem Doppelmarathon zurück. Dabei sehe ich wirklich fern, bewundere idyllische Plätze nahe der sich windenden Ruhr, beobachte Schwanennester, Gänsevögel, Burgruinen, vorbeistreifende Bootswanderer, sich schlängelnde Kreuzottern, wie auch (den Weg versperrende) Rinderherden, überhole viele Mountainbikes, nutze gelegentlichen Windschatten ambitionierter Radrennfahrer, spreche auch mit ihnen, wenn sie dies, dann selber „im Wind“ fahrend, können.
„Northern Europe 2013 completely different“ verband meine berufliche Vorliebe für Sprachen mit der Freude an sportlicher Betätigung und bot mir zugleich das Erleben traumhafter Landschaften in extreme Lichtverhältnisse getaucht. Solche Ausblicke verwendete ich dann auch mitunter als Anregungen für Tafelbilder*.

*s. bald „Grüße aus der Kreidezeit“ an anderer Stelle.