Merkwürdig, wie sich die Ereignisse gleichen können: am letzten Tag meiner Tour 2024 verließ ich die Fähre in IJmuiden am Sonntag, etwa um 10:30 Uhr und kam nach 19 Stunden und fast 270 km auf dem Fahrrad am Montagmorgen, kurz vor halb sechs bei strömendem Regen in Bochum an.
Am 23. Mai, ist es erst vorgestern(?), startete ich kurz nach 5:30 Uhr, wieder bei strömenden Regen.
„Zum Glück“ für die Natur regnete es nach sechs Wochen endlich einmal wieder.
„Das Wetter ist.“, behaupte ich immer wieder, aber natürlich radelt es sich angenehmer, bei trockener Witterung und Windstille. Der Regen sollte die ersten sieben Stunden mein treuer Begleiter bleiben. Es kam aber noch ein recht kräftiger Gegenwind dazu der mich bis zur Ankunft auf einem 156 km entfernten Campingplatz in Hoohe Veluve nicht mehr verließ. Der Campingplatz indes, ist mitten im Wald schwer zu finden. Letztes Jahr fand ich ihn nicht. Ich kam um 18:15 Uhr an war nach einem weiteren, heftigen Schauer nass und musste für die Duschkarte ein Depositum von 25 € hinterlegen, welches ich abends nur bis 19:00 Uhr zurückbekommen konnte, weil ich ja früh morgens kurz nach fünf starten wollte die Reception aber erst um 8 Uhr öffnete.
Es klappte um 18:59Uhr hatte ich meine 25 € wieder:
Einige Bilder vom Tage.
Ich muss zugeben, dass es viel mehr Freude macht, wenn man aus Bochum, aus Gelsenkirchen heraus ist und nahe der Heimat entdeckt, wie grün diese auch im Ruhrgebiet sein kann:
Zwei „Windvideos“:
Selbstverständlich würde ich mich über Gegenwind ärgern, würde heulen, klagen, verzweifeln oder sonstwas, wenn es auch nur ein Quäntchen nützen würde.
Seit ich aber bei meiner zweiten Rundtour um Island herum mit „Fahrrad ohne Elektroprothese“ das Problem FINAL gelöst habe (2016 allein dort über 3100 km zurückgelegt), STÖRT MICH DER WIND NICHT MEHR.
Die Lösung gleicht einem Zaubersatz:
„DER WIND UND ICH HABEN GELEGENTLICH VERSCHIEDENE INTERESSEN UND MÜSSEN IRGENDWIE ANEINANDER VORBEI…“