05.-06. 07.2026: Hirtshals – Hamburg – Osnabrück – Wanne-Eickel – Bochum, „verzögerte Rückkehr“…

„Hirtshals 5.45 Uhr: Früh um 4.30 Uhr waren alle Duschen frei, ganz im Gegensatz zu gestern, 22.00 Uhr (alles besetzt). Jetzt starker Westwind… …, damit mein Zelt staubtrocken ist, reicht etwa eine halbe Stunde…, allerdings geht mein Zug nach Hjøring erst um 9.28 Uhr ab, sodass ich hier noch eine Weile das Aufwachen des Campingplatzes wahrnehmen, heißen Tee oder kalten Saft trinken und evtl. von den vielen vorbereiteten Reisebroten frühstücken kann…“ – Ausschnitt aus einer Nachricht nachhause…

Oben & unten: 05.07., 3.48 Uhr

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Screenshot

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Oben & unten: Kurz vor und kurz nach 6 Uhr.

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Mein etwas jüngerer Zeltnachbar ist sehr gut ausgerüstet erstmalig nach Island unterwegs (wie ich per Rad mit „Roggenbrotmotor“).

Eine lebensgefährliche Kreislauferkrankung zwang ihn vor Jahren, beruflich kürzer zu treten.

Weil das Check-In auf meine Fähre nach Dänemark am letzten Donnerstag lange vor Öffnung des „Supermarktes“ in Seyðisfjörður begann, war ich froh, ihm am heutigen Sonntag mir übriggebliebene Isländische Münzen im Wert von etwa 5 € schenken zu können.

Eine 100-Kronen-Münze (etwa 35-Eurocent) behielt ich als Reisesouvenir…

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Hirtshals Station: 9.18 Uhr, 9.24 Uhr

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05.-06. 07.2026: Hirtshals – Hamburg – Osnabrück – Wanne-Eickel – Bochum, „verzögerte Rückkehr“…

Eigentlich sollte meine Zugrückfahrt am 5.Juli um 9.28 Uhr in Hirtshals beginnen und am Abend um 22.47 Uhr in Bochum enden. Weil in Århus 300m nach dem Start gen Süden die Software des dänischen IC-Zuges ausfiel, ergab es sich, dass ich meinen ICE von Hamburg nach Bochum um 19.23 Uhr verpasste. Ich erreichte den Hauptbahnhof der Hansestadt an diesem Sonntag erst gegen 20.00 Uhr. All meine Fahrrad- und Sitzplatzreservierungen erloschen.

  • Nur ein Internationaler Info-Schalter war in Hamburg besetzt, ohne Reservierungsmöglichkeiten dort.
  • Eine Onlinereservierung funktionierte nicht, nachfolgende ICE-Züge Richtung Bochum hatten entweder keine Fahrrad-Mitnahmemöglichkeit oder selbige war ausgebucht.
  • Am Info-Schalter erfuhr ich, dass am 6. Juli um 4.21 Uhr an Gleis 12 ein wenig ausgelasteter ICE-Zug Richtung Basel abging, der über Dortmund fahrend Bochum um 7.47 Uhr erreichen sollte.
  • Die 6 Fahrradmitnahmemöglichkeiten waren zu diesem Zeitpunkt für diesen Zug noch (bis Mannheim) ganz frei.
  • Nicht nur ich, auch mehrere DB-Mitarbeiter am Bahnsteig scheiterten anschließend beim Versuch, mir bei der Onlinereservierung einer Fahrradmitnahmemöglichkeit zu helfen.
  • Am internationalen Infoschalter riet man mir schlicht, am Gleis 12 zu warten und das Fahrpersonal des dort ankommenden Zuges nach Basel zu fragen, ob eine Mitnahme möglich sei.
  • Das riskierte ich.
  • Die mehr als acht Stunden auf dem Hamburger Hauptbahnhof, zumeist nachts auf Gleis 12 durchwacht, waren nicht einfach…
  • Ja, ich durfte in den „Baseler“ Zug einsteigen, ohne Garantie mit dem Fahrrad bis Bochum durchfahren zu dürfen.
  • In Osnabrück endete meine ICE-Tour wegen zwischendurch erfolgter Fahrradreservierungen.
  • Ein Regionalzug über Wanne-Eickel fuhr von dort nur Minuten später Richtung Essen ab. Ich verpasste ihn nicht.
  • Wie schon 2013, nach Ende meiner zweimonatigen Radtour rund um Skandinavien, stieg ich auch 2026 wieder in Wanne-Eickel aus dem Regionalzug und erreichte mein Zuhause radelnd immerhin schon am Montagmorgen gegen 9.30 Uhr…

Angesichts meiner seit 2010 gemachter, tendenziell ähnlicher Erfahrungen hinsichtlich der Beförderungsmöglichkeiten der Deutschen Bundesbahn – für „Reisende meiner Art“ – habe ich nach Abschluss der neunten Solotour beschlossen, während der Reisen 2027-2029 ganz auf die Dienste der Bundesbahn zu verzichten und die Strecken von zuhause bis zur deutschen Grenze, sowie von der deutschen Grenze nachhause zwar mit Gitarre im Gepäck und nur per „Fahrrad mit Roggenbrotmotor“ angetrieben zurückzulegen.
Dann (Ende Mai 2029) ist das Reisedutzend voll…

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