09.06. Auf nach Island zum Dritten! UND 2027: Südskandinavien statt die Färöerinseln zum Zweiten?

Der Nachtregen war so heftig und der Wind so kräftig geworden, dass das Regengebiet, welches bis 12:00 Uhr herrschen sollte, schon gegen neun Uhr  (für kurze Zeit) seine Vorstellung stoppte.

Das klitschnasse Außenzelt wurde nass verpackt, ich knöpfte aber innerhalb von etwa 2 Minuten das trockene Innenzelt  aus und verstaute es gesondert in einer der Radtaschen.

 

 

 

 

Etwa fünf Radfahrer und unzählige „Motor-Radfahrende“ mit PS-Monstern ausgestattet (auch aus Island) durften zuerst aufs Schiff.

 

Ich traf Henrik, der E-Bike-Globetrotter aus Kärnten. Island ist sein 30. europäisches Land. Sein Spezialbike trägt außer ihm noch 100 kg Gepäck.

Mutig!
Ich wünsche ihm, das Erfahrung und hilfreiche Steckdosen auf der Strecke helfen werden, die Strapazen der kommenden fünf Wochen zu meistern.

Ich durfte mein Rad heute an seines andocken . Danke!

Morgen wird er mir verraten haben, dass er 3 vollgeladene Akkus mitschleppt, die für 300 km reichen dürften.

Schön, dass diese Unterstützung ihm eine solche Art die Welt zu bereisen ermöglicht…

Alle Kabinentüren auf der Nörröna sind mit Fischsilhouetten und Fischnamen dekoriert. Innen gibt es genauere Beschreibungen der jeweiligen Fischgattung.

Oben: „Mein“ Campingplatz am Leuchtturm.

Unten: Mit dem Colorline Katamaran wollte ich 2013 bei der 10.000 km Tour um Skandinavien herum innerhalb von 2 Stunden nach Kristiansand übersetzen. Ein Sturm im Skagerrak wühlte aber zu hohe Wellen auf.

Durch „bewegte“ Umwege erreichten wir Norwegen damals erst nach viereinhalb Stunden.

 

 

 

 

Starker Wellengang auf See und der Wind an Deck riss mich heute fast von den Beinen. Glitschige Pfützen am Oberdeck mied ich aus Selbsterhaltungstrieb.

Die Sonne brachte Farben aufs Meer und Kontraste in die Wolken.

 

 

 

 

 

 

Vor fünf Jahren gab es noch eine Geldwechselmöglichkeit an der Reception der Nörröna.

Die Bibliothek hatte aber noch Bestand. Dort fand ein sehr interessanter Bildvortrag auf Englisch über die Färöer (Schafsinseln) statt, die wir morgen gegen 17.30 Uhr erreichen werden.

Sehr interessant für mich auch deswegen, weil ich meine zweite Fahrt nach Island 2021 für eine Woche unterbrach, um die Schönheit der Haupt- und einer Nachbarinsel, welche ich durch einen etwa 5 km langen Tunnel erreichte, vom Campingplatz in Thorshavn aus in täglichen, mitunter bis zu 200 km langen Kletteretappen (inklusive Wanderungen) mit nur Tagesgepäck belastet, mit Anstiegen auf 400 Höhenmeter, plötzlichen Fallwinden, sehr vielen Schafen und vielem mehr erkundete.

Bei einer dieser Erkundungstouren kam ich auch bis in Sichtweite an die einzige, zwei Inseln im Nordatlantik verbindende Brücke.
Heute erfuhr ich etwas über die Verkehrsregeln und von über 10 km langen Tunnelverbindungen zwischen Inseln 100 m unter dem Meeresspiegel und dem weltweit ersten unterseeischen Verkehrskreisel dort. Zwar wusste ich das alles schon.

Aber nicht, dass die Tunnel nur per Bus zu passieren, für Radler also verboten sind. Den Nordkaptunnel (bis 212 m u. N.N.) durchfuhr ich hin und zurück zweimal per Rad und einmal motorisiert: 2011, 2013, 2015.

Zur Vorbereitung der Radtour 2013 besuchte ich 2011,  nach 30 Jahren Norwegenerfahrung erstmalig das Nordkap/(auf Norwegisch Nordkapp), anstatt ihm – wie sonst immer – die wunderschöne Varangerhalbinsel vorzuziehen. Ich trainierte 2011 auch eine Woche lang beim Sommereis im „Vikingerschiff“ – der Olympiahalle von Hamar -, nahm dort auch an Wettkämpfen teil u.v.m.. Vor dem Besuch finnischer und schwedischer Freunde fuhr ich wieder bis auf 130 km an das Kap heran. Und ließ – anders als viele Male davor – den Wagen am Straßenrand stehen, radelte dann aber (mit Tagesgepäck und Feigenbaumableger in der Radtasche) fast nonstop Tour-retour zum Nordkap-Globus, blickte auf die Halbinsel Knivskjellodden und zu deren gut 1300 m nördlicher als das Nordkap liegenden Spitze, die ich dann 2013 auch zu Fuß erreichte (Mein Reiserad mit Gepäck stellte ich damals bei strömendem Regen auf dem kleinen Parkplatz, etwa 3,5 km vor dem Kap für 5 Stunden ab). Das damals von mir am Nordkapmonument mit Rad abgelichtete Feigenbäümchen trägt (Stand 2026) auf Visingsö, einer Insel mitten im Vätternsee, jedes Jahr – freistehend im Garten von Freunden – leckere Feigen.

2015 wiederholte ich in etwa meine Tour von 2013 per PKW: Ich nutzte wieder denselben Parkplatz kurz vor dem Nordkap, und lief auf dem „nördlichsten Wanderweg der Welt“ zur Knivkjellodensspitze mit einem weiteren Feigenableger und meinem ersten Einpersonen-Akto-Zelt, welches ich auch schon bei der Tour 2006 benutzte.

Wir (also ich und das Bäumchen) übernachteten bei völliger Windstille an der nördlichsten auch zu Fuß erreichbaren Klippe Europas und fuhren anschließend weiter nach Berlevåg und zum Tanahorn dort:

ZU „MEINEM“ NORDKAP!

Übrigens: Das Feigenbäümchen von 2015 schenkte ich 2020 Dortmunder Freunden…

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Beim Vortrag über die Färöer erfuhr ich heute, dass der Nebel auf diesen Inseln – an Sommertagen mit 3 Jahreszeiten wirklich so dicht sein kann, dass man seine Füße im stehen nicht mehr sehen kann.

ÜBERLEBENS-Hilfetipp:

Die Nr. 112 anrufen und UNBEDINGT warten, bis sich dieser Nebel ganz plötzlich nach 8 Minuten (oder auch erst nach 8 Stunden verzogen hat).

Außerdem erfuhr ich beim Vortrag: „Dass die stärksten Orkanböen an Deutschlands Küsten etwa 35m/s erreichen können. Auf den Färöern hingegen (übersetzt, den Schafsinseln), ganz plötzlich, auch auf die doppelte Geschwindigkeit anwachsen. Im gezeigten Video waren (Winterstürme?) zu sehen, die Wasserfälle, dick wie der Mardalsfoss im Eikesdalen/NOR für etwa 5 Sekunden rasend in die Wolken entschweben ließen, bevor sie wieder zu Wasserfällen mutierten, um dann auch „aus allen Wolken“ auf die Erde zurückzufallen…

Die geschilderten Umstände und die 2021 gemachten Erfahrungen dort,  ließen mich leichten Herzens auf den zweiten, für 2027 geplanten Besuch der Färöer verzichten.

Ich bin schon richtig gespannt, welche Tour 2029 mit mir ins JETZT will. Denn davor, 2028, dürfte die zwölfte Tour – von Bochum rund um Polen – schon Realität geworden sein…

Alternativen diesbezüglich wüsste ich genug. Ich glaube aber bereits zu wissen, was mich heute schon anlächelt…

 

 

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