




Oben: Die Shetlands kurz vor dem Frühstück, wo ich Maurice, einen sehr interessanten und interessierten direkt nach der Pandemie pensionierten amerikanischen Lehrer treffe, der Kinder nicht mehr per PC sondern nur in Direktbegegnung unterrichten wollte.
Er fährt erstmals mit Frau und Geländewagen für 3 Monate nach Island. Danach, im Winter, bleiben sie zunächst in Portugal.
Der Transport ihres Geländewagens von Hirtshals nach Island war übrigens beinahe doppelt so teuer gewesen, wie der aus den USA nach Hamburg…
An der Rezeption erfuhr ich kurz nach der Verabschiedung, dass der gestrige Färöervortrag um 16 Uhr Bordzeit zwar nicht wiederholt wird, dass um 12.30 Uhr aber – wieder in der Bibliothek – ein Vortrag über Island stattfindet, wahrscheinlich von Christian, demselben Referenten und Crewmitglied gehalten.
Maurice freute sich riesig, als er davon noch von mir hörte.
Ich werde auch hingehen…
Als wir frühstückten und ich mich danach noch kurz zu ihm setzte, flogen viele Basstölpel mit vollen Schnäbeln direkt an den Fenstern der Cafeteria an uns vorbei. Gerne hätte ich sie so nahe fotografiert: Man kann nicht alles haben…
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Ergänzung: Ja, Christian war auch der Referent des Vortrages über Island.
Kurz vor Beginn seines Vortrags sprach ich ihn an hinsichtlich der größten isländischen Minorität (etwa 10 % der Isländischen Bevölkerung ist in Polen geboren) und der Möglichkeit, zum Ende des Vortrags Gothyes One-Hit-Wonder von 2011 „Somebody That I Used To Know“ und Cz. Niemens* „SEN O WARSZAWIE“** von 1995 den Zuhörern zur Gitarrenbearbeitung zu präsentieren und auf die Ähnlichkeiten beider Lieder hinzuweisen***. Christian nahm das Angebot sofort an, ich spielte meine Bearbeitung beider Lieder zum Vortragsende vor (s. ggf. 3. Video und Info hier auf Tour 2026, direkt nach Reisesheet und Liederliste spontan aufgenommen im Januar 2026: „Alle Polen lieben Gothyes Lied, wissen aber nicht warum“, behaupte ich dort zunächst etwas flapsig und begründe es danach konkret), erhielt viel Applaus und hatte anschließend die Möglichkeit, in persönlichen Gesprächen auf viele Fragen des Publikums diesbezüglich genauer einzugehen…
*Czesław Niemen (1939-2004) ist kein One-Hit-Wonder sondern geradezu ein „musikalischer Mount Everest“. Er wurde von Polen aller Generationen zum größten polnischen Musiker des 20 Jahrhunderts gewählt und beeinflusste unter seinem Künstlernamen stark die englische, amerikanische, französische, vor allem aber auch die polnische Popmusik des 20. Jahrhunderts (geboren wurde Niemen in Weißrussland als Julius Wydrzycki).
**Niemens Lied „Sen o Warszawie“-„Der Traum über Warszawa“/Polens Hauptstadt ist bereits seit 2003 die Stadionhymne des erfolgreichsten polnischen Fußballklubs LEGIA WARSZAWA.
*** Czesław Niemen gilt wegen seines ganz besonderen Stimmumfangs für die allermeisten Polen als absolut „unsingbar“. Für mich galt das übrigens bis September 2025 ebenfalls!
Der aus Belgien stammende australische Musiker Gothye benutzt in seinem 2011 anderthalbmilliardenfach angeklickten Hit dieselben Griffe wie Niemen bereits 1995, und auch dieselben „rhythmisch kolorierten“ Elemente. Er spielt seine Melodie aber in etwa doppelt so schnell wie Niemen. VOR ALLEM ABER: Gothye singt sein Lied 2011 um 5 Töne tiefer als Niemen in seinem ‚musikalisch viel reichhaltigeren‘ „Sen o Warszawie“ von 1995. Kein Wunder also, dass es auch den über 30.000 Fußballfans des gefüllten Stadions von LEGIA WARSZAWA seit 2003 möglich ist, gemeinsam diese Stadionhymne anzustimmen…
Dadurch wurde es auch mir in kurzer Zeit möglich, beide Lieder ‚zu vereinen’…