11.06. Island: Seyðisfjörður -Egilstaðir, in gut 25 km eben mal auf 620 m ü N.N. Und fast wieder auf Meereshöhe zurück.

Die letzten beiden Male 2016/2021 kam ich in Island Ende Juni an in Keflavik per Flieger und in Seyðisfjörður mit derselben Fähre. In Seyðisfjörður komplettierte ich 2021 kurz meinen Proviant und fuhr noch etwa 30 km weit entgegen dem Uhrzeigersinn nach Norden, wo ich in einem kleinen Lärchenwäldchen mein Zelt aufschlug.  Meine Erwartungen, dass es 2026 kälter sein würde als damals, fand ich seit der Ankunft in Seyðisfjörður mehr als bestätigt. Die Lupinen aber beginnen schon zu blühen schon. Es ist eine besonders invasive amerikanische Lupinenart (früher mit Flugzeughilfe ausgesät, jetzt ein Riesenproblem, weil sie die viel langsamer wachsende isländische Flora radikal verdrängt). Nach Deutschland mitgebrachte Samen keimen nicht, so hörte ich.

Sich bei 2°C auf 620 höhenmeter hochzukurbeln ist anstrengend. Und man schwitzt und friert zugleich. Letzteres die ganze Strecke lang.

Ganz Island ist früher bewaldet gewesen, liest man. Die Wikinger  sorgten dafür, dass der Wald verschwand.

Besonders erfolgreiche Bemühungen, den Wald wiederanzusiedeln kann man in Egilstadir, der erst 1947 gegründeten “Hauptstadt” Ostislands leicht bemerken. Egilstadir ist mit 2200-2400 Einwohnern auch der größte Ort im besonders menschenleeren Osten der Vulkaninsel.

Ich staune, wie schnell die Bäumchen hier seit meinem letzten Besuch während der Pandemie gewachsen sind.

Nachfolgend folgt nur eine kommentarlose Bilderfolge, damit DU selber in die Fotos von heute vergleichend(?) eintauchen kannst.

viel Freude daran:

Seyðisfjörður am 11.06.2026.

 

Seyðisfjörður am 11.06.2026.

 

Seyðisfjörður am 11.06.2026.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Taiwanesische Touristen, Zufallsbegegnung auf 620 m ü. N.N..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Egilstaðir am 11.06.2026.

 

Egilstaðir am 11.06.2026.

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Kurzresümee zu Egilstaðir am 11.06.2026:

Wohl als letzter der fünf Radler vom Schiff, welche den Aufstieg von Seyðisfjörður aus nach Egilstaðir  zu bewältigen hatten, kam ich gegen 13.00 Uhr dort an. Zwar holte mich am höchsten Punkt der Strecke, als mich Taiwanesische Touristen um ein gemeinsames Selfie baten, die aus Holland stammende und nun in Deutschland ansässige Kim wieder ein. Nachdem wir uns kurz unterhielten und ich erfuhr, dass sie heute auch nur bis zum Campingplatz radeln will, „schoss“ sie bald vor mir die Serpentinen hinunter. Irgendwie trafen wir uns dort aber nicht wieder. GUTE REISE, KIM!

Weil ich aber an der Bank 100 € gegen knapp 14500 Isländische Kronen eintauschen wollte, traf ich dort wieder den jungen Schweizer aus Bern, der sehr verfroren war, heute aber noch unbedingt weiterfahren wollte. Er benötigte ebenfalls etwas Landeswährung, erfuhr aber, dass man zwar polnisches Geld oder Euros gegen Kronen umtauschen könne, die Landesbank aber keine Schweizer Franken mehr annimmt. Ich half ihm aus mit einem Tausch von 50 Franken gegen 50 €*, sodass wir Beide schließlich „flüssig“ waren.

*Nach Bochum zurückgekehrt, erhielt ich beim Rücktausch gar 51 € für die 50 Franken….  

Zwar war es hier (noch) viel kälter als vor 5 Jahren, ich fühlte mich aber schnell „zuhause“, nachdem ich mein Zelt eingerichtet und gegessen hatte. Abends spielte ich auch noch längere Zeit Gitarre, wenngleich der Zeltplatz noch weniger ausgelastet blieb als vor 5 Jahren, als ich diese Stelle erstmalig Anfang August kennenlernte.

Weil Henriks Zelt ganz in der Nähe stand, suchte er und auch andere Platzbesucher sich Lieder aus meinem Repertoire aus. Motorisierte Camper trauten sich kaum auf das Zeltareal, winkten mir aber zu, oder applaudierten „mit Abstand“. Auch Henrik wollte wie ich, Island im Uhrzeigersinn umrunden, weil aber für den Folgetag Regen angesagt war, teilteich ihm nur mit, dass ich beabsichtige sehr früh (noch vor dem Regen) zu starten und in Richtung Djupivogur zu radeln…  Nachts blieb es taghell.

 

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