Di, 16.06.: 135 km von Vik nach Selfoss.

Zwei Vorbemerkungen!

Mein Beitrag zum 12.06.2026, wie auch diese Schilderung des Abschnitts zwischen Vik, dem südlichsten  und Selfoss, dem mit etwa 11.000 Einwohnern größten Ort im Süden Islands, oder der „Landeyja“ -,die Bevölkerung des Landes benennt ihre Heimat Island des Öfteren so – und auch die Strecken von Selfoss bis Reykjavik (sowie die meisten folgenden Etappen bis zum Reiseabschluss), wurden zwar möglichst aktuell „bebildert“ und ggf. gar mit später (manchmal wieder entfernten) Zwischenbemerkungen „gewürzt“. Sie alle wurden aber erst nach meiner Rückkehr aus Island „final“ verfasst. Darinnen – am 12.06. 2026 zum Beispiel – thematisierte ich „mit Abstand vom Geschehen“ besonders, in welche wirklich „existenziellen“ Gefahrensituationen „ein JEDERMANN“ (wie auch ich) trotz vermeintlich größter Reiseerfahrungen* geraten kann, und welche ein jeglicher „UNIVERSAL-JEDERMANN“ tunlichst zu vermeiden hätte/sie auf jeden Fall unterlassen sollte, wenn sie ‚erfahrungsbedingt‘ auch nur irgendwie erahnt hätten werden können. Und ich weiß selbstverständlich auch, dass dies im SEIN unmöglich ist….

*(Erfahrungen bis zu und während dieser 9. „Soloradtour“ seit 2006, also der damit bereits dritten – wieder ganz anderen – Rundfahrt um Island herum.    Auch viele Klassenfahrten mit Schülern der RSS Bochum und die dabei gesammelten Eindrücke gingen diesen Solotouren in den Jahren von 1993-2005 voraus oder sie erfolgten in der Zeit von 2007-2019.)

Im Folgenden ist mein größtes Anliegen, 2026 Erlebtes fragmentarisch zwar zu benennen, den Besuchern des Blogs über die gewählten Bilder hinaus aber, vor allem „assoziative“ Anregungen aller Art zu ermöglichen.

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Der Ostwind erreichte bis zum Morgen Sturmstärke. Das merkte ich in Vik besonders direkt nach dem Start um 7.36 Uhr, als ich noch in dem Ort „kreuzen“ musste, bis die „1“ nach Westen abbog. Die Ringstraße steigt dann von Meereshöhe auf etwa 350 m ü.N.N.. Der Sturm lässt mich weitestgehend in Ruhe, bis ich 300 Höhenmeter erreiche. Gegenüber den gefährlichen Fallwinden von vor vier Tagen habe ich beim Bewältigen dieses Abschnitts zwei „Verbündete“: 1) Der Rasenbewuchs jenseits der Fahrbahn zeigt mir zuverlässig Sekundenbruchteile vor einem Windhieb, wann selbiger mich trifft und 2) Meine Klickschuhe finden auf dem absolut sandfreien, noch recht neuem Asphaltbelag sicheren Halt. Dennoch zog ich es vor, die etwa 4 km. lange Gefällstrecke zu Fuß, neben dem Fahrrad zu durchmessen. Die nächste, etwa 1km lange 10%-Steigungsstrecke ließ dann meine seit Vik gehaltene Durchschnittsgeschwindigkeit von 5 km/h auf 7km/h hochschnellen…

 

 

 

Vik, 7.03 Uhr; unten 7.02 Uhr

 

 

 

7.51 Uhr

 

 

 

 

 

7.51 Uhr (Blick zurück auf Vik).

 

9.43 Uhr: Der Italiener Dario ist zu Fuß und auf seine besondere Weise drei Monate lang in Island unterwegs.

 

 

 

2016, beim ersten Besuch des Skógafoss „übersah“ ich nicht nur den grünen, mit seiner Nase in den Wasserfall scheinbar hineinragenden „Trollkopf“ samt ganzer Trollfamilien am damals „tropfenvernebelten“, gegenüberliegenden Ufer, sondern auch den Treppenaufstieg von etwa 400 Stufen zur um 60 m höher gelegenen Aussichtsplattform.

2021 nahm ich alles wahr und genoss zudem die Aussicht von der Platform aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute verließ ich die Ringstraße, um hier gegen 10.30 Uhr etwa eine Stunde lang (gemütlich im Klappsessel sitzend) zu frühstücken. Die vielen Wasserfallbesucher, akzeptierten mein „Dabeisein“ überwiegend und ließen mich unbehelligt verweilen…

 

 

 

 

Eyjafjallajökull 2010-2026: Unweit der jetzt wiedereröffneten und 2021 geschlossen gewesenen, etwa 30 km östlich des Vulkans liegenden Bar/Bäckerei/Informationsquelle zum Ausbruch des Eyjafjallajökul 2010 ist auch dieser Hof zu sehen. Einige der Infotafeln an dieser Bar (s. weiter unten) vermitteln denselben Ausblick dorthin zur Zeit des Ausbruchs im April 2010.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tomatensuppe als „Zwischenmahlzeit“ um 12.00 Uhr…

 

 

 

 

 

 

An diesem Wasserfall kann man zu Fuß hinter den Wasserschleier gelangen.

 

 

 

 

 

Viele Grüße an die Inseln mit der größten Papageitaucherpopulation Islands (s.ggf. unter Touren 2016/2021).

 

 

 

2021 wurde ich am Supermarkt in Hella von einer „älteren Frau meines Alters“ ausdrücklich vor den Gefahren des damals auch aus östlicher Richtung kommenden Gegenwindes gewarnt…

Jetzt hatte ich (noch) Rückenwind.

 

 

 

Die Schweizer Radler Ladina und Phillip (wegen der Steigungsstrecken in Island unterwegs) kommen mir aus Selfoss entgegen-

 

 

 

Trotz 25 km vor dem Etappenziel aufgekommenen, sich verstärkenden Gegenwindes, trotz anspruchsvoller Kletterabschnitte zwischendurch früh genug an der Rezeption des mir schon seit 2021 bekannten Platzes in Selfoss angekommen…

An der Rezeption konnte ich mich nicht auf Isländisch, aber gern auf Englisch anmelden. Das tschechische Mädchen am Schalter schien aber überglücklich, diesen Vorgang mit mir auch in seiner Muttersprache erledigen zu können…

 

 

 

Im Hintergrund eine finnische Familie

 

 

 

Links Amerikaner per Pkw, rechts Franzosen per Rad unterwegs

 

 

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