Sa., 20.Juni „“Mittsommerwochenende“: 80 arbeitsreiche Kilometer vom Hvalfjörður über Borgarnes bis ins „Schöne Nirgendwo“ etwa 12 km hinter Bifrost, auf dem Ringweg in Richtung Akureiri

Die Wecker stellte ich mir zwar auf halb acht, gestartet bin ich aber schon kurz nach halb sieben. Der starke Rückenwind drückte mich in einer knappen halben Stunde die 13 km-Strecke bis zum Ringweg 1 in Richtung Borgarnes /Akureyri. Diese Gegend Islands kenne ich wohl am besten, wenngleich ich hier auf verschiedenen Routen entgegen dem Uhrzeigersinn geradelt bin. Dennoch ist es sehr schön, alles wiederzuerkennen im Wissen, welche Abzweigungen zu verschiedenen Zielen ich in den beiden früheren  Fahrten ansteuerte. Auch erlebte ich schon auf der Brücke nach Borgarnes heftige Gegenwinde, trotz damals entgegengesetzter Fahrtrichtung.

Heute aber wehte laut Wettervorhersage, ein mäßiger Wind von Nord-Nordost kommend mit einer Geschwindigkeit von 24 bis etwa 34 km/h, mäßig also, für Autofahrer….Wer gegen einen solchen Wind schon geradelt ist, weißt was ich damit meine.

Bedenkt man, dass das Streckenprofil ständig zwischen Meereshöhe und etwa 100 m pendelt und fügt gedanklich den dazugehörigen „mäßigen“ Gegenwind hinzu, dann weiß, man welche Arbeit darin stecken muss um mit nur 7-10 km/h viele Stunden lang voran zu kurbeln. In Borgarnes kam ich schon um 9:15 Uhr an. Bónus, der große Supermarkt Islands, öffnete aber erst um 10:00 Uhr. Ich frühstücke und verproviantierte mich anschließend. Der wichtigste Kauf gegen die Kälte heute : Zwei Paar Gummihandschuhe in X L.

Das Wetter war freundlich, kühl und „anstrengend“.

Etwa 10 km vor Bifrost nutzte ich Gelegenheit zum Mittagessen. Die frittierten Kartoffeln mit Soße, gereicht zum vegetarischen Burger mit Salat, schmeckten gut. Beim matschigen Burger blieb geschmacklich jedoch „sehr viel Luft nach oben“ übrig.

Hätte es in Bifrost selbst einen Campingplatz gegeben, so hätte ich ihn ob der überstandenen Daueranforderungen genutzt.
So aber schaltete ich meinen „Suchsinn“ ein und fand verschiedene Alternativen, das Zelt unweit der Straße aufzuschlagen. Meine letzte Wahl, gegen 17 Uhr, war wohl die schönste. Auch wenn meine Zeltstange beim Aufbau kurz einen aktiven elektrischen Weidenzaun berührte…

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Nachts soll der Wind praktisch aufhören. Ich bin sehr gespannt, ob das beim Aufbruch zutreffen wird…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Gute Nacht“ um kurz vor 20 Uhr bei nur noch leichtem Nordwind.

 

Raureif/Eis auf dem Gitarrenseesack kurz vor dem Start am Sonntagmorgen um 2.00 Uhr.

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