Do., 18.06.: 93 km und geschätzt 2000-3000 Gesamthöhenmeter von Reykjavik nach Ferstikla im Hvalfjörður über die Autobahn, die 36 kurz vor Þingvellir, die 22 km Abfahrt über die 48 nach Hvammsvik am Hvalfjörður, um den Hvalfjörður herum, weil ich auch zum 3. Mal nicht den Buss nach Akranes (Unterwassertunnel/Radlerverbot) nehmen wollte. Konsequenz, etwa 50 zusätzliche Kilometer. „WUNDERSCHÖN anstrengend“…

Zwar liebäugelte ich auch damit, in Reykjavik einen Ruhetag einzurichten, um das Zentrum der Stadt besser wahrzunehmen als 2016 und 2021. Wegen günstigerer Wetteraussichten weiter nördlich entschloss ich mich aber, die Pause noch etwas aufzuschieben. Weil ich nur per Bus den Tunnel Richtung Akranes passieren konnte, auch um, wie die Regel, etwa 50 Streckenkilometer Richtung Borgarnes einzusparen, entschied ich, zum dritten Mal den Weg um den Hvalfjörður herum zu wählen, diesmal jedoch, anders als davor (und in umgekehrter Richtung), den Höhenanstieg über die sehr verkehrsarme Straße Nr. 36 Richtung Thingvellir zu nutzen, um anschließend  die lange Abfahrt zum Fjord über die Nr. 48 auszukosten. Davor nutzte ich noch kurz die Möglichkeit, um im um 9. Uhr soeben geöffneten“landeseigenen“ Discounter BÓNUS einzukaufen.

Auf dem Rückweg zum Fahrrad traf ich auf Olga aus Augsburg, auf der Suche nach einer Autovermietung. Olga stammte aus Taschkent. Wir setzten unsere Konversation auf Russisch fort…

Danke für die Begegnung, liebe Olga!, du wirst sicher auch ohne meine Hilfe eine Autovermietung gefunden haben…

 

Die Strecke am Ufer des Hvalfjörður entlang war wegen der wechselnden Gelände- und Windverhältnisse anspruchsvoll aber auch sehr interessant, erlebte ich doch jetzt schon Bekanntes aus umgekehrter Richtungsperspektive.

Ferstikla, mein Tagesziel am WAR AND PEACE MUSEUM – welches ich zuvor  schon zweimal besucht hatte – erreichte ich eine halbe Stunde vor der Museumsschließung. Macht nichts. Dass ich aber – und gerade hier meinen besonderen Ruhetag verbringen würde, kam für mich völlig überraschend…

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Im BÓNUS wieder erinnert: Ich wurde auf Inlineskates in der Altersklasse 50+  bis 2008(?)  viermal Schnellster beim 100km-Rennen rund um die dänische Insel Bornholm. Dieses Rennen „war einst“ und  es galt seinerzeit als die weltweit schwierigste Herausforderung für Raceskater, weil sehr selektiv (etwa 1000 Höhenmeter an An- und Abfahrten; (80 km davon in Küstennähe (dadurch große Seitenwindgefahr durch Sonneneinwirkung)). Einmal erreichte ich dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 33 km/h. Und das erste Mal benötigte ich für diesen Wettbewerb eine Trinkflasche, um auf der Strecke eine im Verhältnis 1:3 mit Wasser verdünnte Apfelschorle dabei zu haben. Eine Handvoll Studentenfutter vervollständigte meinen Bedarf an „Wettkampfproviant“.

Wieso ich JETZT darüber hier ganz ausführlich schreibe?:

Während meiner Islandtour 2026 und danach fand in Amerika die Fußballweltmeisterschaft statt. Während der „reklamelästigen“ Übertragungen sah man oft Werbebanner für POWERADE.

Vielleicht, weil ich in Ferstikla, dem heutigen Tagesziel, morgen früh zufällig dem Schweizer Sem, seiner Frau und Freunden begegnen sollte, entstanden im BÓNUS diese zwei Fotos. Sie erinnerten mich an mein erstes Rennen in Bornholm und zugleich an einen Witz, den ich damals kreierte und der mich auf dem unteren Foto nahezu perfekt an damals erinnerte:

An einer Bornholmer Tankstelle kaufte ich 2005 eine 0.5l-Flasche POWERADE. Meine Frau und ich kosteten je einen Schluck dieser „Plörre“ und kippten den Rest weg. Die gespülte  Flasche allein – also eher die Apfelschorle darinnen – war mir beim später gewonnen Rennen eine Sicherheitsreserve. In Kombination mit dem kennengelernten Getränk fiel mir 2005 auf Bornholm aber schon die übliche Schweizer Verabschiedung „Adé“ ein, welche den Herstellern der kraftlosen  „Plörre“ BIS HEUTE – also bis 2026! – wohl noch nicht aufgefallen ist, aber unten (fast perfekt) erkennbar ist: POWER ADE, also POWER ADÉ… 

 

 

Die Autobahn (Ringstraße 1) in Richtung Akranes ist hier für Radler frei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Abzweigung/Abfahrt zum Hvalfjördur.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Tagesziel ist noch 38 km weit entfernt (die Zeitangabe für die Ankunft (14:05) betrifft den PKW-Modus)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ANGEKOMMEN!

 

 

 

 

Genau auf demselben Platz wie vor 5 Jahren schlug ich mein Zelt wieder auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ich wunderte mich sehr, dass auf der Fläche vor dem Museum und dem dahinter liegenden Schwimmbad mit Wärmepools und dem etwa 30°C warmen Hauptbecken so viele Zelte „im Wind“ aufgebaut waren und auch, dass fast alle Parkplätze belegt waren. Auch deswegen zog ich es vor, meinen alten, etwa 200 m entfernten und für motorisierte Fahrzeuge nicht zugänglichen Stellplatz für mein Zelt auszuwählen, denselben übrigens, wie vor 5 Jahren. Zwar war es dann weiter zur Rezeption im Schwimmbad und zu den Sanitäranlagen in dessen Nähe, mein Platz lag so aber ganz windgeschützt und alles ansonsten Nötige hatte ich ja bei mir.

An der Rezeption empfing mich sehr nett die deutschsprachige Valdīs, deren Mutter einst der Liebe wegen nach Island kam.

 

 

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