So. 21.Juni.“Sommeranfang”: 130 km von „irgendwo bei Bifrost“ bis Blönduós.

MITTSOMMER(!), Start bei Windstille um 2.14 Uhr.

Island/Iceland/EIS-LAND zeigt sich heute von seiner Namensseite:

Ich werde in den ersten Stunden auf über 400 Höhenmeter geklettert sein, meinen Rastplatz mit Sonnenaufgang in einer Marslandschaft von vor 10 Jahren auf dem höchsten Punkt des Passes, nur 100 m neben dem Hringvegur (Ringstraße), heute in den Sprühwolken gehüllt entdeckt haben, bei der beinahe 20 km langen Abfahrt so unglaublich gefroren haben, dass ich an einer noch geschlossenen Tankstelle mit Grill (es war Sonntag früh um 6 Uhr) gut eine Viertelstunde lang nonstop hüpfte, um  Glieder und Gelenke wieder einigermaßen bewegen zu können. Die letzten 45 Kilometer vor Blönduós frischte der Gegenwind wieder auf. Der Riesenautoverkehr auf der Ringstraße erlaubt keine Unaufmerksamkeit.

Dennoch werde ich gegen 15.30 Uhr und nach 130 Kilometern mein Ziel erreicht haben und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 12 km/h mehr als doppelt so schnell gewesen sein als gestern.

Sehr erschöpft, aber glücklich erreichte ich diesen merkwürdig klingenden  Ort(snamen) das dritte Mal nach 2016 und 2021.

An der Pfarkirche(alle Fotos dort entstanden etwa um 23 Uhr Ortszeit) sang ich natürlich das gälische Weihnachtslied aus Bunessan/Mull von den Inneren Hebriden, die ich 2025 besuchte: „Das Kind der Freude, Das Kind das zu Maria gehörte, geboren im Stall, um sich für uns zu opfern.“, lautet die erste der vier Strophen.
Erst nach dem Besuch der Steinerschool Holywood bei Belfast 2024 erforschte ich die Hintergründe.

„Leanabh an áigh“ wurde 1929 von Eleanore Farjean aus Sussex Englisch vertont und von Cat Stevens als „Morning Has Broken“  in den 1970er Jahren weltweit bekannt gemacht.

Ich radelte 2025 um Schottland herum, bekam Kontakt zu den berühmtesten Gaelic-Sängern (Kelten Nachfahren) die ihre mehr als 3000 Jahre alte Sprache immer noch pflegen, besuchte die Inseln Skye und Mull (Innere Hebriden), war in Bunessan und sang am Denkmal von Mary Mac Donald im Sprühregen dieses Lied auf Gälisch.

Ich kenne bestimmt 40 Versionen davon – diese Weihnachtsmelodie aber, ist viel älter als der bald 200 Jahre alte Text der Baptistin, die des Englischen nicht mächtig war…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unten: Hier, in einer „Marslandschaft“, nur 100 Schritte von der höchsten Passstelle der Ringstraße entfernt, weckte mich die Sonne beim Aufgang gegen 3.00 Uhr am 15. Juli 2016 im Zelt , weil ihre Strahlenwärme nach einer dichten, hellen Nebelnacht meinen linken Arm „beleckte“. Der Ellenbogen drückte damals  gegen das Außenzelt. Heute war hier am frühen Morgen  gegen 5. Uhr von Wärme nichts zu spüren…

 

„ÜBER DEN WOLKEN“…

 

 

 

 

 

Frühstück um 7.00 Uhr.

 

TOURISTENATTRAKTION?: AURORA-Glas-Tipis, um (durch Sichtschutz abgeschirmt) „privat“ den Sonnenaufgang in NORD-Nordost beobachten zu können…

 

 

 

 

 

 

 

Nach 130 Tageskilometern ANGEKOMMEN!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich bin seit der 3. Ankunft in Island bereits gut 1000 km geradelt. Noch fehlen mir 430 km bis zur „kürzeren Umrundung“. Statt 5 Wochen (2016) bzw. 6 Wochen (2021) habe ich 2026 nur genau 3 Wochen zur Verfügung.

Morgen geht’s sehr früh 60 km weit bis Varmahlíð, übermorgen nach Akureyri, Tags darauf nach Mývatn, dann zelte ich irgendwo zwischendurch und erreiche am Freitag wieder Egilstadir. So der Stand JETZT:

Die Fähre nach DK startet am Do., 02.07.2026.

Das folgende Foto schieße ich in Blönduós um 0.10 Uhr Ortszeit: Gute Nacht!

Diesen Beitrag teilen: