Dienstag, 30. Juni, Urlaub in Seyðisfjörður.

AUS, AUS, DAS SPIEL IST AUS, DEUTSCHLAND IST BEI DER FUSSBALLWELTMEISTERSCHAFT 2026 IM SPIEL GEGEN PARAGUAY IM ELFMETERSCHIESSEN AUSGESCHIEDEN!!!

Die taghelle Nacht wurde wolkenlos und kalt. Im Schlafsack blieb es aber warm genug. Unmengen getrunkenen Tees gestern bewirkten, dass ich gegen 1 Uhr kurz das Zelt verlassen musste. Herrlich, beim Einschlafen hatte es noch geregnet! Und jetzt…

Um halb fünf begrüßten die ersten Sonnenstrahlen mein Zelt. Um kurz nach halb fünf  duscht doch noch keiner. Doch! Sogar eine Kleinwäsche war noch drin…

Der Campingpatz in Seyðisfjörður ist heute Mittag schon doppelt so dicht belegt wie gestern und viermal höher als vorgestern. Noch sind etwa drei Viertel der Stellplätze frei, morgen Abend beginnt aber eine Art Hauen und Stechen um die letzten freien Plätze. Da werde ich wahrscheinlich schon die meisten Taschen “fährgerecht” für den Donnerstag sortiert haben.

Um 8 Uhr früh begann ich leise mit dem Gitarrenspiel (Sound of Silence).
Es folgte kräftiger “Söknuður”.

“Hymn” von BJH erklang schon lauter, “Country Road” dann  als viertes Lied auf schon gestrigen Wunsch von Jennifer aus Colorado..

Jennifer, die ich mit ihrem Begleiter schon gestern kennenlernen durfte, näherte sich schon mit Campingstuhl, als ich die gestimmte Gitarre nur zum Einspielen mit der Eingangsmelodie von “Sound Of Silence” ‘fütterte’.

Markus stand kurz, lauschte und  brachte sich auch einen Stuhl mit, seine Frau, Sabine gesellte sich bald dazu und auch Antony aus Colorado, mit dem Jennifer unterwegs war, war dabei. Bei “Country Roads” wunderte ich mich  über drei sich sehr ähnelnde amerikanische Burschen, Brüder, wie sie mir verrieten, die zu Dritt, oder allein in der Nähe an der Rasenkante blieben und zuhörten. Manche Wohnwageninsassen in größerer Entfernung, stellten sich Campingstühle vor ihre Behausung.

Vorbeigehende winkten mir freundlich lächelnd zu, wie auch jene, welche gerade den Platz verließen. Die Gitarre litt etwas unter der angesammelten Luftfeuchtigkeit, ihr Klang blieb aber auch durch zwischenzeitliches Nachstimmen rein.

Nach etwa anderthalb Stunden verabschiedeten sich Jennifer und Antony, wir schossen aber noch ein paar Erinnerungsgotos.

Kurz vor 11 Uhr packte ich die Gitarre ein und gönnte ihr eine Verschnaufspause im warmen Zelt, um einzukaufen.

Das Kaffí Lára öffnete um 11.30 Uhr. Der aus Dänemark zurückgekehrte Besitzer war ganz zufällig anwesend.

Schön, dass ich mich auf Isländisch mitteilen konnte. Meine Mail habe er erhalten, meinte er. Und er war auch schon vor 5 Jahren Chef des Cafés hier. Meine grüne Goretexjacke von Haglövs sei aber für immer weg, auch weil in regelmäßigen Abständen die im Lokal vergessenen Utensilien „guten Zwecken“ zugeführt werden.

Schön, dass ich durch das persönliche Treffen mit ihm, diesmal wenigstens Gewissheit über die Handhabung von Fällen versehentlich vergessener Goretexjacken, wie dem meinen erlangt habe.

Unten von links: Markus und Sabine aus Engelheim bei Mainz. Hinter mir Jennifer und Anthony aus Colorado.

Weiter unten die „Prachtpromenade von Seyðisfjörður “.

Die Bänke im Foto darunter gehören zum Kaffí Lára, wo ich 2021 versehentlich meine grüne Haglövs Goretexjacke an der Stuhllehne hängen ließ.

Beide Bilder zuletzt: Der große Campingwagen meines Drei-Tage-Standnachbarn hinter dem Zelt verließ nachmittags, als ich schrieb den Platz. Beim Wendemanöver sprach ich ihn und Frau kurz auf Isländisch an. Er bedankte sich herzlich, wünschte mir eine glückliche Weiterfahrt, und ich fühlte mich sehr geehrt  durch ein besonderes Kompliment:

Er þú íslenskur?

Bist Du Isländer?

Tak fyrir!!!

Auf dem letzten Foto der Serie passiert das Mobil gerade das Kaffí Lára…

Ich verließ den Campingplatz erstmalig in kurzen Shorts. Diese Hitze, mindestens 15 °C!

Eine freundliche Amerikanerin aus Colorado fotografierte mich zum Beweis.

Bevor ich Schwimmbad mit Sauna und Hotpot besuchte machte ich noch einen Schlenker zum Hafen, um mich für Donnerstag ortskundig zu machen.
Der Eintritt im Sundhúsið kostete nur knapp 9€. Unglaublich!

Ich blieb anderthalb Stunden lang, lernte Gísli kennen, der von hier stammt aber in Reykjavik, etwa 400 km entfernt lebt. Morgen kehrt er zurück. Wenn er “zuhause” ist, geht er hier täglich ins sundhusið Kara(?), eine junge Frau erklärte mir, dass der 39°C Hotpot jetzt, anders als vor 5 Jahren draußen ist. Herrlich, der Blick auf das verschneite Gebirge vom heißen Becken draußen aus. Ich werde es gleich noch fotografieren.

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Um sechs Uhr zurückgekehrt, kochte ich mir das mittagsessenin der Küche.

um 19.30 Uhr begann ich Gitarre zu spielen und erhielt schönen Zuspruch von überallher. Die allermeisten Lieder spielte ich abends erstmalig und erfüllte viele Wünsche.

Danke, lieber Markus, dass du auch wieder 3  Stunden lang dabei warst. Und dir, liebe Marlena aus der Gegend von Osnabrück. Danke Euch, lieber Jon aus Australien und besonders auch Abby und Jack  aus Louisiana für das schöne Taschengeschenk. Ihr befindet Euch auf Hochzeitsreise. Danke für die wunderbaren Begegnungen und den reichen Austausch miteinander.

Dir Markus auch für den Wunsch nach dem Lied von Barry Mc Guire, das ich lange nicht mehr spielte, aber so wieder Gelegenheit bekam, „es an die Oberfläche zu holen“.

Dass wir, etwas verfroren, nach 22.30 Uhr noch kurz zum Sundhúsið gingen, um den kurzen Weg zum Schwimmbad, Sauna und Hotpot kennenzulernen, die ich morgen schon früh um 7-9 Uhr besuchen will, fand ich krass, aber auch schön. Alles Gute für EURE Lebensfenster im JETZT!

Umten: Jon, Abby, Jack, ein „glücklicher Alter“ und Marlena

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