Montag, 29. Juni, Urlaub in Seyðisfjörður.

Ich wachte gegen 5 Uhr und lange vor dem Wecker ganz ausgeschlafen auf.

Es regnete nicht mehr. Die Nacht war, vielleicht wolkendeckenbedingt(?) recht “warm”, etwa die Hälfte meiner seit der Ankunft in Egilstaðir am 11. Juni benötigten “Nachtwäsche” zog ich gar nicht mehr an, weil überflüssig.
Anders als 2016, fror ich nachts im Zelt dieses Jahr gar nicht.
Kleiner Sonderfall: Die Eisberglagune Jökulsarlón, als die „Atmung“ der Gletscherzunge des Vatnajökull mich bewegte, mein “wildes”, durchnässtes Zeltlager dort ab 1.30 Uhr “nachts” abzubauen, um kurz nach 2.00 Uhr aufzubrechen und an diesem Tag 200 km bis Vik, dem südlichsten Zipfel Islands zurückzulegen, wo ich dann nachmittags ankam (s. ggf. Beschreibung dieser längsten Tagesetappe meiner Radlererfahrung in Island vom 15. Juni hier im Blog).

 

Unten: VERGLEICH DER ÜBERNACHTUNGSSTELLEN 2026 mit DER sechswöchigen TOUR 2021 (oben):

39, 35, 34, 33, 31, 27, Reykjavik, 23, 23, 13, 12, 8, 27 km vor Egilstaðir, 3xEgilstaðir, 40(Seyðisfjörður, bis kommenden Donnerstag 4x) sind auf der obigen Karte meiner 3100 Rundtour von 2021 die etwaigen Stationen der gegenwärtigen Fahrt. Die Stellen Nr. 35 und Nr. 13 sind etwas ungenau: 2026 wählte ich, als ich zuletzt den sehr erschöpften Weltenbummler Henrik einige Stunden nach mir überraschend dort nachkommen sah, Djúpivogur als Campingplatz aus und (nach dem Ruhetag am Hvalfjörður)  und dem Passieren von Borgarnes wählte ich gegenwindbedingt einen freien Platz etwa 11 km nördlich von Bifrost aus (In Bifrost zweigt (s. obige Karte)eine Nebenstraße von der Ringstraße 1 nach Stykkishólmur ab).
Soviel einführend und abschließend zu den 1318 selbstgefahrenen und etwa 120 per wetterbedingten Busbeförderung zurückgelegten Kilometern meiner nun zum letzten Mal rund um Island seit über drei Tagen beendeten Radtour 2026.

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Heute, kurz nach 5 Uhr früh, machte ich zwei Rundumvideos, die ich nach Abschluss der Tour noch hier einfügen werde und schrieb etwa 3 Stunden lang meine umständehalber zu kurz gekommenen Reiseberichte nach.

Achtung, hier werden demnächst zwei (18s und 29s) lange Videos  meiner mit 2021 identischen Stelle auf dem Campingplatz in Seyðisfjörður eingefügt worden sein. 

Kurz vor 10 Uhr wollte ich aber meine Ortskenntnis auffrischen und in den hiesigen Supermarkt gehen, um mich fast bis Donnerstag zu versorgen. Es wurde ein deutlich längerer Spaziergang.

 

 

 

 

Schwimmbad: Die untere Zeile zeigt – was ich erst nachträglich bemerkte – doch auch die Öffnungszeiten nachmittags (16-20.00 Uhr) auf.

Sie ist aber leicht zu übersehen…

 

Die auch nach drei Wochen Abwesenheit immer noch blühenden Narzissen/“Osterglocken“ läuten hier offenbar den Mittsommer ein…

 

Das sehr preiswerte Schwimmbad – Eintritt unter 9 € – (inklusive inzwischen nach draußen verlegtem Hotpots samt „Eiszuber“ sowie Innensauna und Gratiskaffee oder kaltem Wasser als Erfrischung zwischendurch), oben: Schwimmbadgebäude, war wochentags nur – so der Aushang – zwischen 7-11 Uhr geöffnet (dachte ich zunächst.

Zum Glück kam um 10 Uhr gerade Alex, ein örtlicher Isländer heraus und klärte mich auf, dass das Bad durchaus auch am Nachmittag von 16-20 Uhr geöffnet sei. Diesen missverständlichen Aushang verstehe er selber aber auch nicht ganz, fügte Alex lachend hinzu…

 

 

 

 

Weil es immer wieder regnete, frühstückte ich zwar draußen, zog mich aber zum Lesen oder Schreiben immer wieder ins Zelt oder in die Küche der Reception zurück, wo ein Wasserkocher sehr praktisch für schnelle Teezubereitung sorgte.

Weil es heute immer wieder regnete, nutzte ich abends die Gelegenheit, mir in der Campingküche eine sehr leckere Fertignudel-Gemüsesuppe mit in viel Olivenöl und übergroßer Butterportion angeschmortem Gemüse zuzubereiten (Die Blumenkohlrosen, Paprikaschoten, Zwiebeln, Champignons, Gemüsebrühwürfeln und mit meiner großen Palette an immer wieder flexibel eingesetzten Gewürzen wurden in der Pfanne  „vorgegrillt“ und anschließend mit den Instant-Nudeln vor dem Übergießen mit heißem Wasser vermischt.

LECKER!

 

 

Nanu, der Regen scheint aufzuhören schon um 19.16 Uhr Ortszeit statt um 21.00 Uhr. Ob ich heute doch noch Während des Deutschlandspiels (Beginn Ortszeit schon um 20.30 Uhr) zum Musizieren kommen werde?

Nein, die Regenpause hielt nur kurz an. Bald sprühte es wieder…

Eine Campingküche ist sehr kommunikativ: Zufallsbegegnungen, Gespräche, ein Gedankenaustausch mit Menschen aus aller Welt. Ein sehr nettes amerikanisches Paar setzt seine Reise morgen nach dem Ausschlafen fort. Wenn es morgen tatsächlich ein sehr sonniger „Urlaubstag“ hier werden sollte, werde ich recht früh am Morgen ihnen zuliebe, ihre Wunschlieder und andere bewährten Stücke meines aktuellen Repertoires anstimmen.

Und: Sollte das Wetter morgen sonniger werden und der Himmel über Nacht wieder seine Wolkendecke verlieren, könnte es nachts wieder frischer werden. Na, ob ich lieber gleich eine zusätzliche Unterhose anziehe?

Blödsinn, Es ist zwar erst 21.12 Uhr und die Nacht bleibt taghell. Da kann man dann beim Frösteln schnell Abhilfe schaffen.

Ach ja, Deutschland spielt im Augenblick bei der Fußball-WM um den Einzug ins Achtelfinale und die erste Halbzeit ist beinahe vorbei.

Aber ich muss es mir ja gar nicht antun, das Spiel zu verfolgen:

ICH BIN JA IM URLAUB!

Gute Nacht!

 

 

 

 

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